VEREIN für AUFKLÄRUNG und FREIHEIT e.V.
 
 
  • Zur Psychopathologie des Islamisten
  • "Islamophobie“ von H.Krauss
  • Interview mit CHAHDORTT DJAVANN
  • Ungehaltene Rede  von  Ralph Giordano
  • Muhammad Kalisch
  • Die verbotene Rede
    von Christine Schirrmacher
  • EU-Beitritt der Türkei
  • ORIANA FALLACI- "Der Islam ist ein Teich"
  • Der Staat kann den Islam nicht reformieren
    Von Zafer Senocak

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  • Welche Ziele verfolgt der Koordinierungsrat der Muslime (KRM) in Deutschland?
  • KRITISCHE ISLAMKONFERENZ FORDERT "ASYL FÜR EX-MUSLIME"
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    Islam heißt Frieden...


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    Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) erklärte in einem Interview in ntv vom 01.04.2001:
    "Die Türkei aber ist nun in noch viel stärkerer Weise kulturell ganz anders als die europäischen Völker. Ortega y Gasset hat schon 1930 geschrieben, dass die Völker Europas nicht wissen, dass die Völker Europas 80 Prozent all ihrer Werte und Verhaltensweisen gemeinsam haben. Und nur 20 Prozent unterscheiden sich von Nation zu Nation. Wenn wir uns das aber zwischen Finnland und Schweden auf der einen, und der Türkei auf der anderen Seite ansehen, dann gibt es da nur sehr wenig an Gemeinsamkeiten. Die Türken haben weder Renaissance noch Aufklärung erlebt. Und sie haben auch keine demokratische Kultur der Politik hinter sich. Die Türkei hat eine gemeinsame Grenze mit Georgien, Armenien, Syrien, mit dem Irak, dem Iran, und die Interessen der Türkei reichen bis nach Zentralasien.

    Die Menschen, die dort leben, sprechen türkische Dialekte. Das reicht sogar bis in die östlichsten Zipfel der westlichsten chinesischen Provinz, bis nach Sinkiang. Es spricht alles dagegen, die Türkei in einen Verband mit einzubeziehen, der sich, wenn ich den heutigen Staatsmännern zuhöre, anheischig macht, eine gemeinsame Außenpolitik zu machen. Bis zum Ussuri und Amur und zum Stillen Ozean, bis zum Euphrat und Tigris? Das ist Unfug."

     

      ISLAM

    „ Der Koran und die auf ihm fußende moslemische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnografie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „ Harbi“, das heißt der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Moslems und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam“.
                                       
    (Karl Marx, 1844 in , „ Geschichte der orientalischen Frage“.)

         

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    Der Glaube des Propheten war einfacher Monotheismus und nicht durch die ausgearbeiteten Dogmen der Dreieinigkeit und der Menschwerdung kompliziert. Der Prophet machte keinem Anspruch auf Göttlichkeit; auch seine Jünger wollten ihn nicht als göttlich ansehen wissen. Er führte das jüdische Verbot der Götzenbilder wieder ein und untersagte den Weingenuss. Pflicht des Gläubigen war es, soviel wie möglich von der Welt für den Islam zu erobern; doch durften Christen, Juden und die Anhänger Zoroasters nicht verfolgt werden – „die Volker des Buches“, wie der Koran sie nennt, das heißt diejenigen, die nach der Lehre einer heiligen Schriften leben.
    Arabien war großenteils Wüste und vermochte seine Bevölkerung immer weniger zu ernähren. Die ersten Eroberungen der Araber hatten daher zunächst den Charakter reiner Beutezüge und gingen erst dann in dauernde Besetzung über, wenn sich die Schwäche des Feindes einwandfrei herausgestellt hatte. Plötzlich, im Verlauf von einigen zwanzig Jahren, sahen sich Menschen, die an alle Entbehrungen einer kärglichen  Existenz am Rande der Wüste gewöhnt waren, als Herren einiger der reichten Gebiete der Welt und in die Lage, jeden Luxus zu genießen und sich alle Feinheiten einer alten Kultur zu eigen zu machen. Besser als die meisten Barbaren des Nordes widerstanden sie  den Versuchungen, die eine solche Veränderung mit sich bringen musste. Als sie ihr Reich ohne allzu schwere Kämpfe erworben hatten, war nur wenig zerstört und die Zivilverwaltung fast unverändert beibehalten worden. Sowohl in Persien als auch im byzantinischen Reich war sie vorzüglich organisiert. Die arabischen Stammgenossen verstanden zunächst nicht von diesen komplizierten Dingen und bedienen sich notgedrungen weiter der geschulten Männer, die sich  in den Ämtern vorgefunden hatten. Diese erklärten sich in der Mehrzahl widerspruchlos bereit, unter den neuen Herren weiter zu arbeiten. Auch erleichterte  ihnen der Wechsel praktisch ihre Tätigkeit insofern, als sehr bedeutende Steuerermäßigungen Vorgenomen werden. Überdies gab die Bevölkerung, um keine Tribute zahlen zu müssen, großenteils das Christentum zugunsten des Islam auf.  
    In der mohammedanischen Welt scheint sich jedoch der Ungebildete gegen jedes Wissen gesträubt zu haben, das über die Kenntnis des Heiligen Buches hinausging; es war selbst dann gefährlich, wenn sich darin regelrechte Ketzerei nicht nachweisen ließ. Die Auffassung der Mystiker, dass das Volk den Koran wörtlich nehmen solle, gelehrte Leute hingegen nicht, war kaum dazu angetan, den Beifall breiter Schichten  zu finden.

    Bertrand Russell, "Philosophie des Abendlandes"

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    Vural Öger, türkischer Unternehmer und SPD-Mitglied:
    „Im Jahr 2100 wird es in Deutschland 35 Millionen Türken geben. Die Einwohnerzahl der Deutschen wird dann bei ungefähr 20 Millionen liegen. Was der gute Süleyman vor Wien nicht geschafft hat, das schaffen unsere geburtenfreudigen Türkinnen in der Bundesrepublik.”

    Houari Boumedienne (bürgerlicher Name: Mohammed Boukharrouba), von 1965-1978 algerischer Staatspräsident.
    „Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Halbkugel verlassen, um in die nördliche einzudringen. Sicherlich nicht als Freunde. Denn sie werden kommen, um sie zu erobern. Und sie werden sie erobern, indem sie die nördliche Halbkugel mit ihren Kindern bevölkern. Der Leib unserer Frauen wird uns den Sieg bescheren.“

    Der türkische Politiker und ehemalige Ministerpräsident Necmettin Erbakan hat hierzu eine Formulierung gewählt, die auch im Bericht des Verfassungsschutzes aus dem Jahre 2001 auf Seite 147 Erwähnung findet:
    „Die Europäer glauben, dass die Muslime nur zum Geldverdienen nach Europa gekommen sind. Aber Allah hat einen anderen Plan“.

     

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    Islam der, von Mohammed ( um 570-632) gestiftete Weltreligion. „ Islambedeutet die uneingeschränkte Ergebenheit in den Willen des einen Gotts „ Allah“. Die Anhänger bezeichnen sich selbst als Muslime, oder Moslems. Die heilige Schrift ist der Koran, der nach muslimischen Glauben dem Propheten Mohammed von Gott wörtlich in arabischer Sprache geoffenbart worden ist.
    Allah hat, so die Lehre Mohammeds, im Laufe der Geschichte der Völker immer wieder Propheten geschickt (Abraham , Moses, Jesus Christus), die zum Glauben an ihn aufriefen. Mohammed selbst gilt als „das Siegel der Propheten“ : Er stellt die Religion Abrahams wieder her und ist der Bote der letztgültigen und für alle Menschen verbindlichen Offenbarung. In seiner Person sahen die zerstrittenen Araberstämme ihre religiöse und politische Leitfigur.
    Mohammed hatte um 610 sein Berufungserlebnis und nahm sein prophetisches Wirken in seiner Heimatstadt Mekka auf, wo er jedoch keine Anerkennung fand. 622 brachte die Auswanderung nach Medina (Hedscha) die Wende zum Erfolg. Seit 656 spaltete sich der Islam in die Richtungen der Schiiten und der Sunniten, die einander die Führerschaft der islamischen Glaubensgemeinschaft streitig machen. Dieser innerislamische Zwist behinderte jedoch die rasche Ausbreitung des Islam nicht. Die Muslime verbreiteten die Lehre des Propheten bei allen Araberstämmen, in Persien (642), Nordafrika, Spanien (711), Zentralafrika ( 10 Jh.) Nordindien ( um 1000), Indonesien ( 15 Jh.) und Afrika ( 20 Jh.).
    Heute zählt der Islam weltweit über 1 Milliarde Anhänger, das sind mehr als 18% der Weltbevölkerung. In der Lehre Mohammeds vereinigen sich altarabische und jüdisch-christliche Gedanken sowie orientalische Gottesvorstellungen. Grundlegend für den islamischen Glauben ist die Überzeugung, dass es nur einen Gott gibt. Allah ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, Richter, der alles vorherbestimmt; er ist allmächtig, allwissend und barmherzig. Der Gläubige soll sich frei dazu entscheiden, sich in Allahs Willen ( Kismet) zu fügen. Das Heil, die Auferstehung von den Toten und ein Leben im Paradies erwarten die Gläubigen nach dem Tod. Die Ungläubigen verfallen den ewigen Höllenstrafen.
    Eine Trennung von  Religion und Politik ist nicht gegeben. Die enge Verbindung von Staat und Religion wirkt in der islamischen Welt bis heute fort. Eine Priesterschaft oder ein zentrales Lehramt kennt der Islam nicht. Gläubige, die ein Leben der Entsagung führen wollen, leben in ordensähnlichen Gemeinschaften zusammen (Derwische). Neben dem zentralen Heiligtum in Mekka sind Medina und Jerusalem Wallfahrtsorte.
    Die sogenannten fünf Säulen, oder Hauptpflichten der Gläubigen im Islam sind:

    Schahada, das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses: „ Es gibt keinen Gott außer Gott, und Mohammed ist der Gesandte Gottes.“
    Salat, das fünfmal täglich zu verrichtende Gebet;
    Sakat, das Pflichtalmosen (Empfänger sind ausschließlich Muslime, Anm.VAF) für soziale, karikative und missionarische Zwecke;
    Saum, das Fasten im Monat Ramadan;
    Hadsch, die Wallfahrt nach Mekka einmal im Leben.

    ( Schüler Duden, 2006)

    Dies ist die offizielle Lesart des Islam in der deutschen Schullektüre.

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    Der Islam als spezifische Herrschaftskultur

    „In der Islamapologetik bzw. islamophilen Propaganda wird immer wieder mit zwei sich gegenseitig ausschließenden Standardlegenden operiert, die auch in weiten Teilen der westlichen Öffentlichkeit dominieren: Zum einen wird der Islam als ,wesenshomogene’  „ Religion des Friedens, der Toleranz und Nächstenliebe“ präsentiert und im Anschluss an einen Koranvers immer wieder betont, dass es keinen Zwang in der Religion geben dürfe.
    Zum anderen wird dann in direkter Abwehr islamkritischer Aussagen die These aufgestellt, dass es den Islam gar nicht gebe, weil dieser ja in zahlreiche unterschiedliche konfessionelle und regional- kulturelle Varianten zerfalle. Einerseits also die Unterstellung einer positiven Wesenshomogenität, anderseits aber die Behauptung einer absoluten Heterogenität. Doch handelt es sich hierbei nicht nur um einen aussagelogischen Widerspruch. Auch für sich betrachtet sind beide Standardbehauptungen unhaltbar. Die Legende vom durch und durch friedlichen, toleranten, gerechten etc. Charakter des Islam widerspricht ganz und gar den historischen und Glaubensinhaltlichen Tatsachen. Und die Leugnung der Existenz des Islam im Singular zerreißt den untrennbaren Zusammenhang von Allgemeinen und Besonderen, dem auch die muslimische Herrschaftskultur unterliegt. Die ‚ übergreifende´ Prägekraft und Orientierungsrelevanz von Koran, Sunna, und islamischen Recht wird durch lokale/regionale Unterschiede zwar modifiziert, aber beileibe nicht beseitigt. Zwar gibt es Unterschiede, aber primär glaubensdogmatische Übereinstimmungen und Konvergenzen zwischen den streng gläubigen Muslimen. Das gilt erst recht für ihre global vernetzten aktivistisch-fundamentalistischen Kerne.“ (…)

    „Im Einzelnen lassen sich folgende Grundmerkmale dieser neuartigen Herrschaftsform hervorheben:

    1. Im Zentrum steht die absolute Gehorsamspflicht aller Gläubigen ( Muslime ) gegenüber Allah und seinem Gesandten. Dieser bedingungslose Gehorsam konkretisiert sich in der strikten Befolgung aller Ge- und Verbote bzw. Verhaltensmaßregeln, die von Allah auf Mohammed herabgesandt, von diesem verkündet und später dann im Koran festgehalten wurden sowie in der Befolgung der zusätzlichen Anordnungen des Propheten. Dabei handelt es sich nicht etwa nur um rituelle und spirituelle (gottesdienstliche) Normen, sondern um Vorschriften und Regeln für die gesamte alltägliche ( gegenständliche , soziale und interaktive) Lebenspraxis der Gläubigen. , Islam’ bedeutet somit absolute Unterwerfung, des  ganzen Menschen’ unter sämtliche göttlichen Vorschriften als subjektive Realisierungsform der „ Hingabe an Gott“. Dem Individuum ist im Grunde nur die Rolle als „ Gottesknecht“ zugedacht, die ihrerseits wiederum absoluten Befehlsgehorsam und gefügige Unterwerfung unter das hierarchisch-herrschaftlich konstituierte Sozium in seinen unterschiedlichen Erscheinungen ( Familie , Sippe, Stamm, Glaubensgemeinschaft) impliziert. Der , gottesknechtschaftlichen’ Entsubjektivierung des Einzelnen entspricht somit ein repressive-autoritärer Kollektivismus.

    2. Wesentlicher Bestandteil der muslimischen Glaubenslehre ist die Selbsterhöhung und Herrschaftsberechtigung der eigenen Glaubensgemeinschaft gegenüber Anders- und Nichtgläubigen, wodurch – im Vergleich mit der überkommen Stammesgesellschaft – eine neue ( kriegerische) Herrschaftsebene etabliert wird. Dementsprechend beinhaltet der Islam einen expansiven Missionierungsauftrag. Dabei geht es darum, das „ Land des Islam“, in dem die muslimischen Gesetze vollständige Geltung besitzen, auf Kosten des „ Land des Krieges“, das den Ungläubigen gehört und noch nicht unterworfen wurde, zu vergrößern.

    „ Und kämpfet wider sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt“ (Sure 8, 40).

    Die im Koran immer wieder postulierte Teilnahme am Heiligen Krieg gehört demnach zu den unhintergehbaren Pflichten der Muslime. Hat nun ein muslimischer Herrscher ein Land besetzt, so haben die Einwohner vier Möglichkeiten:

    1. Bedingungslose Unterwerfung und Übertritt zum Islam.
    2. Zahlung einer Kopfsteuer und Einnahme einer Dhimmi-Position, d.h. der Stellung eines Bürgers „ zweiter Klasse“ mit minderen Rechten und zahlreichen Entwürdigungen. Diese Möglichkeit wird aber nur „ Besitzern der Buchreligion „ , also Christen und Juden gewährt, nicht aber den Anhängern polytheistischer Kulte (oder Ungläubigen*).
    1. Tötung durch muslimische Eroberer für diejenigen, die den Übertritt zum Islam oder die Zahlung der Kopfsteuer verweigern.
    1. Bewaffneter Kampf / Verteidigungskrieg gegen die muslimischen Okkupanten.
    1. Die dem Islam eingeschriebene Festlegung einer theokratischen Herrschaftsordnung       

            beinhaltet konsequenterweise eine absolute Unduldsamkeit gegenüber Glaubensabtrünnigen.  (…)

    1. Der islamische Normenkatalog fixiert die wesentlichen Seiten des archaischen

          Patriarchats der vorgefundenen arabischen Stammesgesellschaft und reproduziert      
          damit die massive Unterdrückung der Frauen nunmehr im Gewand einer religiösen
          Legitimationsideologie. (…)
         
    Indem sich der Islam als letztgültige und damit einzig wahre Religion selbst bespiegelt, beansprucht er für sich die alleinige Vorherrschaft und damit zugleich das Recht auf globale Islamisierung, d.h. die weltweite Durchsetzung seines herrschaftlichen Geltungsanspruchs als der einzig , wahren’ und überlegenen Religion. Folgerichtig akzeptiert das islamische Glaubensbekenntnis auch keine interkulturelle Gleichberechtigung, sondern impliziert die Forderung nach Unterordnung / Unterwerfung der Anders -und Nichtgläubigen. (…)

    „ ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen erstand. Ihr heißet, was Rechtens  ist, und ihr verbietet das Unrechte und glaubet an Allah.“

    Ausgestattet mit einem solchermaßen religiös-narzisstisch konstituierten Selbstbild sieht sich der konservative Mehrheits-Islam dazu berechtigt und verpflichtet, alles , Unislamische’ zu bekämpfen und seinen Herrschaftsanspruch gegenüber den unterlegenen und minderwertigen , Ungläubigen’ durchzusetzen. Dabei ist diese herrschaftliche Abgrenzung und Selbstaufwertung der Umma gegenüber der Masse der Anders- und Nichtgläubigen nicht etwa ein besonderes Merkmal des Islamismus, sondern gehört zum wesentlichen Kern der islamischen Weltanschauung. (…)“

    ( Hartmut Kraus, Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft. Eine kritische Bestandsaufnahme.
    Hintergrund Verlag 2008)

     

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    Zur Psychopathologie des Islamisten


    Von Christian Knoop und Thomas von der Osten-Sacken*

    „Ein Freund von mir wurde bei einem Angriff (der amerikanischen Armee auf Falluja, Anm. d. Verf) verletzt. Man brachte ihn ins Krankenhaus. Als er seine Augen öffnete, sah er eine wunderschöne Frau. Er lächelte und dankte Gott, dass er nun endlich ein Märtyrer geworden sei und als Dank eine heilige Jungfrau erhalten hatte. Dann aber stellte er fest, dass er noch immer lebte und begann zu weinen.“
    Geschichte eines tunesischen Kämpfers von Zarkawis „Monotheismus und Jihad“ in Falluja(1)

    „Jede irakische Mutter muss ihrem Kind beibringen wie man schießt, kämpft und heldenhaft stirbt.“
    Die staatseigene irakische Zeitung Al-Jumhurriyah 1991


    Nachdem die Bilder des islamistischen Massakers von Beslan um die Welt gingen, schrieb der Intendant des arabischen Satellitensenders Al Arabiya, dass zwar nicht alle Muslime Terroristen seien, wohl aber alle Terroristen Muslime. In Abwandlung dieser Feststellung ließe sich auch sagen, dass keineswegs alle Männer in der islamischen Welt zum djihadistischen Martyrium neigen, wohl aber nur in islamischen Ländern dieses Massenphänomen auftritt und sich immer gewaltsamer äußert.

    Auch der holländische Filmemacher Theo van Gogh fiel dem islamistischen Terror zum Opfer, weil er gewagt hatte, den Islam öffentlich zu kritisieren. „Ein Mensch ist wegen seiner Meinung auf grausame Weise zu Tode gebracht worden. Für die Niederlande ist so etwas ziemlich neu. In islamischen Ländern ist es Normalität,“ schrieb daraufhin aus ihrem Versteck Ayaan Hirsi Ali(2), die Co-Autorin des Filmes „Submission“, dessen Ausstrahlung van Gogh das Leben gekostet hatte.(3)

    Denn dieser Film(4) verletzt eindeutig jene viel zitierte arabisch/islamische Ehre, die hierzulande immer dann als Handlungsmotiv in Stellung gebracht wird, wenn sich in israelischen Schulbussen oder auf irakischen Marktplätzen Suicide Bomber in die Luft sprengen. Angesichts der Bilder von mißhandelten gefangenen Männern durch weibliches Personal der US-Armee in Abu Ghraib erklärte die Süddeutsche Zeitung etwa, bei den Bildern handle es sich um eine „Schmach, die nur mit Blut abgewaschen werden könne.“(5)

    Auch Van Goghs „Verbrechen“, das mit Blut gesühnt werden musste, bestand in schandhaftem Verhalten, er hatte das Private öffentlich gemacht, indem er jene Gewalt thematisierte, die weitverbreitetes Merkmal des islamischen Geschlechterverhältnisses ist und sich in Form von Ehrtötungen, Genitalverstümmelungen, Zwangsheirat, Ausschluss aus dem öffentlichen Leben, und Schleierzwang gegen Frauen richtet. Nur ist diese tägliche Gewalt, anders als die Märtyreraktionen von Suicide Bombern oder die Massaker an "Ungläubigen" und „Kollaborateuren“ nicht für Zuschaustellung oder mediale Verwertung bestimmt, sondern findet im verborgenen Bereich des Familiären statt.
    Die strenge Trennung zwischen Öffentlichkeit und Privatem in der islamischen Welt ist keineswegs zu vergleichen mit dem in der westlichen Hemisphäre bekannten Konzept von Privatsphäre, die sich im Wechselverhältnis Arbeit/Freizeit als Organisationsprinzip kapitalistischer Produktionsverhältnisse herausgebildet hat.
    Da sich entsprechende Verhältnisse in der islamischen Welt nicht oder nur äußerst rudimentär entwickelt haben, definiert sich die strikte Trennung Öffentlich/Privat im Islam entlang geschlechtlicher Merkmale: „In den männlichen Raum der Religion und Politik sowie den weiblichen Raum der Sexualität und Familie.“(6)

    In beiden Räumen sieht sich der islamische Mann ununterbrochen herausgefordert seine Ehre zu erhalten und zu verteidigen. Nach außen, im öffentlichen Raum gegen eine Unzahl – meist imaginierter – Feinde, im privaten gegen die Dämonen weiblicher (besser: nicht-männlicher) Sexualität und Triebhaftigkeit.
    Die eigene Ehre der Familie, des Clans und in umfassenderem Sinne der islamischen Gemeinschaft Umma, stellt das höchste zu beschützende Gut dar, das ein Mann zu bewahren hat. Sie ist genauestens geregelt und definiert und ihre Verletzung wird nicht von inneren Instanzen, wie dem Gewissen angezeigt, sondern von der Gemeinschaft, die über konformes Handeln entscheidet. Ehrhaftigkeit ist also nicht Teil eines ins Über-Ich übernommenen Wertekanons, sondern wird kollektiv und entlang koranischer, als unmittelbar von Gott stammenden Vorschriften und Regeln vermittelt.
    Diese Regeln unterscheiden sich in vielen Aspekten von den in den anderen monotheistischen Religionen tradierten. Am sinnfälligsten zeigt sich dies im Fehlen eines koranischen Tötungsverbotes; anders als im Christentum oder Judentum verbietet der Islam nicht prinzipiell das Töten anderer Menschen, sondern legt fest, in welchen Fällen das Töten erlaubt ist. So können auch heute unzählige Fatwas verabschiedet werden, die selbst das Töten von Kleinkindern, ja schwangeren Frauen gutheißen oder gar zur Pflicht erheben.(7) Viele der Massaker, die in der islamischen Geschichte Legion sind, verstießen keineswegs gegen religiöse Vorschriften und brauchten deshalb weder verheimlicht noch zumindest gerechtfertigt werden. Im Gegenteil, nicht erst Diktatoren wie Saddam Hussein bekannten sich offen zu einem Großteil ihrer Bluttaten und benannten einige sogar nach Suren aus dem Koran.(8) Denn „in keiner anderen (...) Religion findet sich die geheiligte Legitimation von Gewalt als Wille Gottes (...), wie sie der Islam als integralen Bestandteil seiner Ideologie im Koran kodifiziert und in der historischen Praxis bestätigt hat.“(9)
    Gegner des Tötens hätten im Islam keinen Platz erklärte treffend der oberste Richter des Iran Ayatalloh Kalkali. „Unser Prophet tötete mit seinen eigenen Händen. Ist Blutvergießen für den Bestand unseres Glaubens vonnöten, sind wir da, unsere Pflicht zu erfüllen.“(10)

    Nicht das Gewissen (Christentum) oder das Gesetz (Judentum), sondern schariatische Regeln, die Pflicht im Sinne Kalkalis, bestimmen, was als richtig und falsch, erlaubt und verboten zu betrachten ist.
    Entsprechend bedeutet Schande das Scheitern gesellschaftlich konformen Verhaltens. In arabischen Sprichwörtern rationalisiert sich dieses offensichtliche Fehlen einer internalisierten Kontrollinstanz: „Wo du nicht bekannt bist, tue was du willst“ und „Eine verborgene Schande ist zu zwei Dritteln vergeben“. Schande droht deshalb dem Mann erst, wenn nonkonformes Verhalten auch öffentlich ruchbar wird.
    Durch die absolute – und heute zumindest noch nominelle – Oberherrschaft der Familie in ihrer Clanstruktur in arabischen Gesellschaften spielt es keinerlei Rolle, welches Mitglied der Familie oder Sippe eines schändlichen Verhaltens „überführt“ wird, es trifft alle. Die Familienehre muss durch Handeln, durch Auslöschen der eigenen Nonkonformität wiederhergestellt werden. Da Ehre etwa äußerliches ist, gibt es kein Äquivalent zur christlich vermittelten Buße, kein Ritual gliedert denjenigen, der die Ehre beschmutzt hat wieder in die Gemeinschaft ein, nur Tod oder Verstoßung können die Ehre wieder herstellen.

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    "Islamophobie“ oder pathologische Angst des orthodoxen Islam vor der kulturellen Moderne?
    Vortrag des Sozialwissenschaftlers Hartmut Krauss am 26. Februar 2009 in Stuttgart anlässlich der Seminarveranstaltung “Islamophobie - Krankheit oder Totschlagsargument” des BPE- Landesverbandes Baden- Württemberghttp://www.vafpage.de/krauss.jpg

    Einleitung:
    Nimmt man den Begriff „Islamophobie” zunächst einmal semantisch ernst, dann operiert er mit zwei verschlungenen Grundannahmen: Zum einen unterstellt er die Existenz einer sachlich ungerechtfertigten, krankhaft-irrationalen bzw. psychopathologischen Angst vor dem Islam als verbreitetes Phänomen. Gleichzeitig schwingt damit die Behauptung mit, dass der Islam eigentlich ein harmloses Phänomen sei, vor dem man keine Angst haben müsse und demgegenüber eine negative Einstellung gänzlich unangebracht, eben ‚phobisch’ sei. Auf diese Weise fixiert und transportiert der Begriff „Islamophobie” ein doppeltes Vorurteil mit umgekehrten Vorzeichen: Ein positives: Der Islam ist harmlos. Und ein negatives: Wer ihn ablehnt ist ein Phobiker (also ein krankhaft-irrationaler Mensch).
    Kritiker und Nichtangepasste als „krank” zu etikettieren und ggf. zu psychiatrisieren steht in der Tradition des hitlerfaschistischen und stalinistischen Totalitarismus. Und so ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass sich der heutige neue islamistische Totalitarismus diese Vorgehensweise zu Eigen macht. In diesen Kontext passt jedenfalls der Hinweis, dass der Begriff ursprünglich Ende der siebziger Jahre durch iranische Mullahs geprägt wurde, um damit Frauen, die sich weigerten, das Kopftuch zu tragen, zu verunglimpfen. Später wurde er auch auf Autoren wie Salman Rushdie und Taslima Nasreen angewandt. Mittlerweile wird „Islamophobie” von islamischen Politikern als Kampfbegriff instrumentalisiert, um jede kritische Äußerung gegen Inhalte und Aspekte der islamischen Herrschaftskultur als, so wörtlich, „verrückte Raserei” des Westens gegen den Islam zu diskriminieren. Auf einem Treffen der Außenminister der Organisation der islamischen Konferenz (OIC) am 16. Mai 2007 in Islamabad wurde „Islamophobie” als die „schlimmste Form des Terrorismus” bezeichnet. Zum Glück wurden nicht die BPE und der Zentralrat der Ex-Muslime, sondern die Mohammed-Karikaturen und die Regensburger Rede des Papstes für die Ausbreitung der „Islamophobie” verantwortlich gemacht.
    Um die mit dem Begriff „Islamophobie” gesetzten Unterstellungen näher zu beurteilen, muss das eigentliche Corpus delicti (Beweisstück) einer genaueren Betrachtung unterzogen und folgende Fragestellung behandelt werden: Was sind die wesentlichen Beschaffenheitsmerkmale und Grundzüge des Islam? Gibt es ‚gute’ oder nur ‚schlechte’ Gründe, den Islam kritisch zu bewerten?
    Zur Konstitution des Islam
    Wenn wir die Sachlage genauer reflektieren, dann sind es weniger die theologisch-spekulativen oder aber die philologischen Aspekte, die den Islam ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt haben. Als die letztendlich ausschlaggebende Dimension des Islam (in seiner orthodoxen Grundgestalt) hat sich vielmehr die aus ihm hervorgehende ‚Begründung’, Rechtfertigung und Festlegung/Verteidigung eines spezifischen Systems zwischenmenschlicher Herrschaftsbeziehungen erwiesen. Konkret geht es dabei um Normen, Vorschriften und Regeln des Zusammenlebens, die als göttlich bestimmt, von daher absolut gültig (heilig) und unantastbar behauptet werden. Aus kritisch-gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive ist der Islam demnach so etwas wie die kulturell-normative ‚Programmiersprache’ bzw. ‚Grammatik’ eines spezifischen Herrschaftssystems. Dabei bilden der Koran, die Hadithsammlung, die Scharia (in Form von vier Rechtsschulen) sowie die dominanten Auslegungsdogmen der Religionsgelehrten die Grundquellen dieses herrschaftskulturellen Programmiersystems. Hervorzuheben sind nun zunächst zwei elementare Merkmale dieses islamischen Systems:
    1) Der Islam fixiert und überhöht eine vormodern-frühmittelalterliche Sozial- und Moralordnung als ewig und absolut verbindliches, göttlich sanktioniertes Konzept.
    2) Der Islam ist nicht einfach nur eine auf spirituelle Innerlichkeit ausgerichtete Privatreligion, sondern eine sämtliche Lebensbereiche umfassende Weltanschauung, politische Doktrin und Herrschaftsideologie. So stellt auch ein islamischer Rechtsgelehrter unmissverständlich klar:
    „Es gibt also kein Verhalten, das man sich vernünftigerweise vorstellen kann, und keine Situation, in der der Mensch sich befinden kann, ohne dass der Islam den Muslim beeinflusst und sein Verhalten so festlegt, wie es (der Islam) vorsieht.
    Wer folglich denkt, der Islam sei (nur) ein Glaube und nicht auch ein System (eine Ordnung=nizam), ist töricht und weiß nichts vom Islam” (Abd al-Qadir ‘Udah, zit. n. Antes 1991, S.59).
    Die innerhalb der europäischen Moderne vollzogene Trennung von Religion, Staat, Recht und Privatsphäre kann somit nicht unvermittelt und tatsachenwidrig auf die islamisch programmierte Herrschaftsordnung übertragen werden, die keine rechtlich geschützte individuelle Wahlfreiheit in weltanschaulichen Fragen und Lebensführungskonzepten zulässt, sondern auch in diesem Sektor nach wie vor absolutistisch verfasst ist.
    Im Einzelnen sind nun folgende normativen Grundaussagen der islamischen Herrschaftslehre anzuführen:
    1) Die herrschaftliche Geltungsmacht des Islam besteht zunächst einmal ganz grundlegend darin, den Menschen auf die Rolle eines gehorsampflichtigen Gottesdieners festzulegen. D. h: Der Mensch soll sich in seiner Lebensführung ganz und gar auf die Hingabe an Allah konzentrieren und sich dessen offenbarten Willen unterwerfen. Im Koran Sure 51, Vers 56 heißt es:
    „Ich habe Dschinnen und die Menschen nur geschaffen, damit sie mich verehren” (Sure 51,56).
    Diese bedingungslose „Hingabe an Gott” bzw. „Unterwerfung unter den Willen Gottes” - die eigentliche Bedeutung des Wortes ‚Islam’ - beinhaltet die Befolgung eines allumfassenden Vorschriftenkataloges als den wahren Gottesdienst. Mit diesem Unterwerfungsanspruch fördert die islamische Glaubenslehre die Ausprägung autoritätsfixierter Persönlichkeitsstrukturen und wirkt gegen die Entfaltung von individueller Autonomie, kritischer Urteilskraft, Selbstbestimmung und Ich-Stärke. Der Einzelne soll als gehorsampflichtiges Rädchen in der Gemeinschaft der Rechtgläubigen „aufgehen”.
    2) Von zentraler Bedeutung ist der islamische Anspruch auf das religiöse Wahrheitsmonopol: Nach Moses, Jesus und anderen Propheten sei Mohammed dadurch ausgezeichnet, dass er als letzter die endgültige, umfassende, einzig wahre und vollendete Offenbarung von Allah empfing. In diesem Sinne wird Mohammed im Koran als das „Siegel” aller Propheten bezeichnet. Demnach hat sich Gott vermittels Mohammed im Koran abschließend und kategorisch geoffenbart. Daraus wird dann der herrschaftliche Geltungsanspruch des Islam als der einzig „wahren” und überlegenen Religion abgeleitet und mit der religiösen Pflicht zur Islamisierung verbunden, also der weltweiten missionarischen Verbreitung/Durchsetzung des Islam. Sehr klar kommt der islamische Überlegenheits- und Führungsanspruch in Sure 3, Vers 110 des Korans zum Ausdruck:
    „Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen erstand. Ihr heißet, was Rechtens ist, und ihr verbietet das Unrechte und glaubet an Allah” (Der Koran 1984, S.87).
    Folgerichtig akzeptiert das islamische Glaubensbekenntnis auch keine interkulturelle Gleichberechtigung, sondern enthält die Forderung nach Unterordnung/Unterwerfung der Anders- und Nichtgläubigen.
    3) Ein Kernelement der orthodoxen Glaubenslehre ist die herrschaftlich-moralistische Unterscheidung zwischen dem ‚Reich des Islam’ (Dar-al-Islam) und dem ‚Reich des Krieges’ (Dar-al-Harb). Zum ‚Reich des Islam’ gehören demnach in erster Linie die Gemeinschaft aller rechtgläubigen Muslime und in zweiter Linie diejenigen Juden oder Christen (‚Schriftbesitzer’), die sich der politisch-gesellschaftlichen Herrschaft des Islam unterwerfen und gegen Zahlung einer Steuer den Status eines Dhimmis, d. h. eines ‚geschützten’ Bürgers zweiter Klasse, erlangen. Die Gesamtheit des Kufr hingegen, all jene Elemente, welche die Herrschaft des Islam ablehnen und sich damit der gottgewollten Ordnung verweigern (also vor allem die Masse der säkularen Humanisten, Agnostiker und Atheisten), bilden das ‚Reich des Krieges’. Dieses Reich der Ungläubigen ist von den Muslimen als Feind anzusehen: Es in Form des ‚kleinen Djihad’ bzw. des ‚religiösen Krieges’ zu bekämpfen ist göttliche Pflicht. Die Handlungslogik der frühmuslimischen Beutezüge widerspiegelnd, wird die Verpflichtung zum gottgefälligen Krieg im Koran sowie in den Traditionen des Propheten (Hadith) immer wieder betont.
    4) Der Überlegenheits- und Führungsanspruch der islamischen Gemeinschaft der Rechtgläubigen findet seinen Niederschlag nicht zuletzt auch in einem normativen Konzept der religiösen Zuchtauswahl, d. h. einem strikt reglementierten Heiratsverhalten im Interesse der möglichst „reinen” Reproduktion der zur Herrschaft berufenen Umma.. Da als Muslim gilt, wer von einem muslimischen Vater abstammt, dürfen muslimische Frauen keinen nichtmuslimischen Mann ehelichen. Muslimischen Männern ist es hingegen aufgrund ihrer patriarchalen Vormachtstellung erlaubt, Christinnen und Jüdinnen zu heiraten. Ansonsten gilt Sure 2, Vers 221 des Korans (2003, S. 52): „Und heiratet keine Heidinnen, bevor sie gläubig geworden sind. Wahrlich, eine gläubige Sklavin ist besser als eine Heidin, so gut sie euch auch gefällt. Und verheiratet (eure Töchter) nicht an Heiden, bevor sie gläubig wurden. Wahrlich ein gläubiger Sklave ist besser als ein Heide, so gut er euch auch gefällt.”
    5) Die Verse 104, 110 und 114 der Sure 3 des Korans bilden die normative Grundlage für den Aufbau einer umfassenden islamischen Kontrollgesellschaft. Alle Gläubigen sind demnach an ihrem jeweiligen Platz in der Gesellschaft dazu angehalten, das Rechte zu gebieten und Falsches/Unrechtes/Sündhaftes in die Schranken zu weisen und zu ahnden. Der Einzelne soll sich nicht nur selbst an die Gesetze Gottes halten, sondern er ist auch dazu aufgefordert, andere zur Einhaltung des islamischen Pflichtenkanons anzuhalten bzw. sie entsprechend zu überwachen. Dabei wird die Verletzung der göttlichen Vorschriften in erster Linie nicht als individuelle Handlung eines Einzelnen gewertet, der wegen seines Seelenheils vor weiterem sündhaften Verhalten abgebracht werden soll, sondern als Beschädigung bzw. Beschmutzung der Umma in ihrer Eigenschaft als sakrale Gemeinschaft. So zielt die koranische Aufforderung, Rechtes zu gebieten und Unrechtes zu bekämpfen im Endeffekt immer auf die Wahrung bzw. Wiederherstellung der „Ehre” der zur absoluten Herrschaft berufenen Gemeinschaft der Rechtgläubigen in Form der Anwendung der Scharia.
    6) Der herrschaftsbegründende und -legitimierende Wesenszug des Islam tritt nicht zuletzt in einem ausgeprägt repressiven Patriarchalismus in Erscheinung. Die Grundlage hierfür bietet die folgende unmissverständliche Aussage des Korans (Sure 4, Vers 34):
    „Die Männer sind den Frauen überlegen wegen dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat, und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frauen) auslegen. Die rechtschaffenen Frauen sind gehorsam und sorgsam in der Abwesenheit (ihrer Gatten), wie Allah. Diejenigen aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet - warnet sie, verbannt sie aus den Schlafgemächern1 und schlagt sie. Und so sie euch gehorchen, so suchet keinen Weg wider sie; siehe Allah ist hoch und groß.”
    Diese patriarchalische Ungleichstellung und Herrschaftsbeziehung zwischen den Geschlechtern ist untrennbar mit einer repressiven Sexualmoral verknüpft. In deren Mittelpunkt steht ein Bild von der Frau als einem von Begierden getriebenen Wesen, das als permanenter Ausstrahlungsherd satanischer Versuchungen unter fortwährender männlicher Gehorsamskontrolle zu halten ist. Zur Bannung der vom weiblichen Wesen ausgehenden Versuchung und zur Eindämmung der daraus erwachsenden Gefährdungen schreibt die praktische Ethik des Gesetzes-Islam eine Reihe von operativen Maßnahmen vor. Ihre wichtigsten sind: (a) eine rigorose voreheliche Trennung der Geschlechter; (b) die weitgehende Verbannung der Frauen aus dem öffentlichen Raum und (c) die Verschleierung der Frauen in der Öffentlichkeit. Der moralische Vergesellschaftungseffekt dieses islamischen Geschlechtsdiskurses besteht nun darin, dass Frauen, die sich ‚unvorschriftsmäßig’ verhalten, also sich z. B. unverschleiert und ohne männliche Begleitung in der Öffentlichkeit bewegen, als moralisch defizitär und damit als ‚Freiwild’ angesehen werden.
    Während dem Mann (a) das Recht der Mehrehe, (b) das Recht auf Züchtigung der Frau und (c) das alleinige Initiativrecht auf Scheidung /Verstoßung) zusteht, tauscht die Frau Unterwerfung unter die Autorität und Kontrollherrschaft des Mannes gegen materielle Sicherheit und Schutz ein. Die eheliche Herrschaftsstellung des Mannes konkretisiert sich schließlich in seiner permanenten Verfügungsgewalt über den Körper der Frau, die ihm nicht nur jederzeit als Sexobjekt zu dienen hat, sondern der er auch verbieten kann, das Haus zu verlassen, einer Arbeit nachzugehen oder zu reisen.
    7) Im Gegensatz zu anders lautenden Behauptungen kennt der Islam keine Glaubensfreiheit. So darf das Individuum, das als Kind eines muslimischen Vaters in eine islamisch bestimmte Sozialordnung hineingeboren wird, seine Religion nicht etwa selbstbestimmt auswählen. Nichtanerkennung bzw. Distanzierung vom Islam wird als Abfall vom ‚rechten Glauben’ gewertet und massiv bestraft. So ist ein männlicher Apostat zum Tode zu verurteilen, wenn er nicht widerruft, eine weibliche Abtrünnige hingegen soll so lange gefangen gehalten werden, bis sie widerruft. Wenn auch die Todesstrafe für Glaubensabfall seit dem 19. Jahrhundert tendenziell durch Gefängnisstrafe, Verbannung, Einziehung des Vermögens und Annullierung der Ehe ersetzt worden ist, so ist doch der von dieser Norm ausgehende massive, sozialisatorisch wirksame Unterwerfungs- und Anpassungsdruck auf den Einzelnen erhalten geblieben. Es ist deshalb begründet davon auszugehen, dass zahlreiche Menschen nicht aufgrund eines autonomen Überzeugungsbildungsprozesses, sondern nur infolge dieser sozialisatorisch-kulturellen Drucksituation und Alternativlosigkeit Muslime (geblieben) sind. Insofern ist unsere sprachliche Pauschalbezeichnung ‚die Muslime’ korrekturbedürftig. Die zentrale - auch integrationspolitisch bedeutsame - intramuslimische Unterscheidungslinie verläuft demnach nicht primär zwischen ‚Mehrheit der Muslime’ und ‚Minderheit islamistischer Extremisten’, sondern zwischen subjektiv überzeugten ‚streng gläubigen Muslimen’ konservativer bis fundamentalistischer Couleur einerseits und innerlich glaubensdistanzierten ‚Zwangsmuslimen’ andererseits.
    Zum grundrechtswidrigen Charakter des orthodoxen Islam und zum reaktionären Bewußtsseinsprofil der streng gläubigen Muslime
    In Anbetracht bereits dieser hier nur umrisshaft behandelten Wesensmerkmale wird folgendes deutlich: Der Islam widerspricht dem modernen Religionsverständnis, wie es auch dem deutschen Grundgesetz zugrunde liegt. Danach kann Religion gleich welcher Art keine absolute Geltungsmacht mehr beanspruchen. Voraussetzung für die Gewährung von positiver Religionsfreiheit ist demnach die Anerkennung der Trennung von Religion, Staat, Recht und Privatsphäre. Genau diese Trennung aber hat der Islam in Lehre und Praxis eben nicht vollzogen. Entsprechend hat der Großmufti von Bosnien und Herzegowina, Mustafa Ceric unlängst noch einmal in aller Deutlichkeit erklärt, dass „die islamische Verpflichtung auf die Scharia immerwährend, nicht verhandelbar und unbefristet” sei. Solange der Islam demzufolge die Trennung von Staat, Religion, Recht und Privatsphäre kategorisch ablehnt oder sogar teils offen und teils verdeckt bekämpft, ist er primär als reaktionäre Ideologie zu betrachten und nicht per se als ‚Religion’. Seine Ziele sind infolgedessen ‚politisch’ - und damit nicht so ohne weiteres unter ‚Religionsfreiheit’ zu subsumieren. Zudem verstoßen zentrale islamische Normen und Praxen gegen elementare Grund- und Menschenrechte. So führt die dem Islam untrennbar eingeschriebene „Gottesknechtschaft” in Verbindung mit dem universellen Herrschaftsanspruch zu einer vielfältigen Verletzung der Würde des Menschen. (Verstoß gegen Artikel 1 GG). Das zeigt sich exemplarisch in der barbarischen Bestrafungspraxis der Scharia ebenso wie in der Verfolgung von Anders- und Nichtgläubigen, der Vorenthaltung von Grundrechten für Nichtmuslime, der repressiven Fremdbestimmung in Form von Zwangsheirat und Unterwerfung unter die großfamiliäre Ehrenmoral bis hin zu Ehrenmorden (Verstoß gegen Artikel 2 GG/Persönliche Freiheitsrechte). Der Islam beansprucht zwar Gleichheit vor dem Gesetz, widerspricht aber systematisch - wie aufgezeigt - dem Grundsatz, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind sowie dem Grundsatz, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. So werden Nichtmuslime, Frauen, Homosexuelle u. a. unter islamisch normierten Herrschaftsbedingungen umfassend benachteiligt und/oder verfolgt (Verstoß gegen Artikel 3 GG.). Auch lässt der Islam offiziell und informell keine freie Wahl des Glaubens, des Gewissens sowie des weltanschaulichen Bekenntnisses zu und bedroht Abfall vom Islam (Religionsaustritt) mit drakonischen Strafen (Verstoß gegen Artikel 4 GG). Der Islam behindert und verletzt des weiteren systematisch das Recht auf freie Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Bild durch Bestrafung, Einschüchterung und Gewaltanwendung (Beispiel: Karikaturenstreit). Zudem sind seine Protagonisten bestrebt, die Pressefreiheit sowie die Freiheit der Berichterstattung in Rundfunk und Fernsehen zu zensieren, d. h. islamgerecht zu manipulieren (Stichwort: UNO-Menschenrechtsrat) während gleichzeitig in arabischen Massenmedien und Schulbüchern eine massive antijüdische Hetze betrieben wird (Verstoß gegen Artikel 5 GG).
    Da der Islam folglich in seiner vorherrschenden orthodoxen Form massiv mit diversen Artikeln des Grundgesetzes kollidiert und grundsätzlich einer säkular-demokratischen Gesellschaftsordnung widerstrebt, kann er auch keinen vollen Schutz des Grundgesetzes für sich in Anspruch nehmen. Generell muss deshalb die Einhaltung und der Schutz grund- und menschenrechtlicher Regelungen Vorrang haben vor dem Schutz eines religiösen Glaubens, der in wesentlichen Teilen auf der Befolgung verfassungswidriger religiöser Vorschriften beruht.
    Ein Kerndogma der Islamverteidigung bildet die irreführende Behauptung, Kritik am Islam sei deckungsgleich mit Kritik aller Muslime. Um diesem schon rein begrifflichen Unsinn hier einmal deutlich den Wind aus den demagogischen Segeln zu nehmen, möchte ich folgende prinzipielle Unterscheidung deutlich machen:
    Wissenschaftlich korrekte Islamkritik bezieht sich zunächst auf den Islam als objektives religiös-weltanschauliches System von Behauptungen, Normen, Vorschriften, Handlungsaufforderungen etc. Die wesentlichen Ausdrucksformen dieses objektiven Systems sind wie schon eingangs gesagt 1) der Koran; 2) die Sunna des Propheten Mohammed und seiner engsten Umgebung (Hadithsammlung), 3) das primär aus Koran und Sunna abgeleitete islamische Recht (Scharia) in Form von vier Rechtsschulen und 4) die dominanten Auslegungsdogmen der Religionsgelehrten in engstem Verweisungszusammenhang zu den vorgenannten Quellen.
    Vom Islam als einem objektiven Bedeutungssystem strikt zu unterscheiden sind nun die subjektiven Einstellungen und Verhaltensweisen konkreter Muslime. Entscheidungstheoretisch betrachtet können sich diese zum Beispiel entweder rigoros und dogmatisch („fundamentalistisch”) an die objektiven Vorgaben halten, diese nur teilweise befolgen, diese ignorieren (ohne das nach außen zu zeigen), sich öffentlich distanzieren (austreten) oder aber einen subjektivistisch interpretierten „Bonbon”-Islam kreieren, der die „gefährlichen”, „anstößigen”, „problematischen”, „unliebsamen” Aussagen einfach ausblendet und so tut, als sei dieser subjektivistisch konstruierte Islam der „eigentliche” Islam. Aus herrschaftskritisch-wissenschaftlicher Perspektive wäre es jedenfalls verfehlt, aus Rücksicht auf die subjektivistischen Varianten die Kritik an der islamischen Herrschaftskultur und ihrer streng gläubigen Protagonisten zu verwässern oder abzubremsen.
    Herrschaftskritisch-wissenschaftliche Islamkritik richtet sich neben den Trägern der staatislamischen und islamistischen Regime folglich gegen diejenige (zumeist hoch organisierte) Teilgruppe der streng gläubigen Muslime, die - mal offen, mal verdeckt - als Verfechter des hier beschriebenen orthodoxen Gesetzesislam mit seinen grund- und menschrechtsfeindlichen Inhalten auftreten und mit unterschiedlichen Mitteln gegen die säkular-demokratische Moderne kämpfen. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine kleine Splittergruppe, sondern um eine global agierende Massenbewegung. So steht laut der vom Bundesinnenministerium herausgegebenen Studie „Muslime in Deutschland” einem knappen Fünftel von gering religiös orientierten Zuwanderern aus islamischen Staaten eine überwältigende Mehrheit von orthodox-religiösen (21,7%), traditionell-konservativen (19%) und fundamental orientierten (40,6%) Muslimen gegenüber. Der Aussage, „Der Islam ist die einzig wahre Religion” stimmen 65,6% zu. 45 % sind der Meinung, „Nur der Islam ist in der Lage, die Probleme unserer Zeit zu lösen” und 50,6% sind der Überzeugung, „Auf lange Sicht wird sich der Islam in der ganzen Welt durchsetzen”. Zudem besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Bindung an den islamischen Glauben und der Distanz zu Demokratie und westlicher Kultur. So stimmen 46,7% der Aussage zu „Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als Demokratie”. Zwar bekennt nur eine Minderheit von 7,6% offen ihre Bereitschaft zur Gewaltanwendung gegen Ungläubige. Aber 44,3% gegen davon aus, dass Muslime, die im bewaffneten Kampf für den Glauben sterben, ins Paradies eingehen.
    Kritisch-wissenschaftlich und politisch aufschlussreich war in diesem Zusammenhang auch die Reaktionsweise des afghanisch-muslimischen Nachbarschaftsumfelds auf den Hamburger Ehrenmord an Morsal Obeidi. (Der älteste Bruder hatte seine Schwester wegen ihres angeblich zu freizügigen Lebensstils mit 23 Messerstichen getötet.) Dieses Umfeld zeigte laut Tagesthemen vom 21. Mai 2008 überwiegend Verständnis für die Mordtat und lieferte durch eine Sprecherin sogleich die milieukorrekte Rechtfertigung: Auf die Frage „Ist der Bruder ein Verbrecher?” antwortete sie ebenso erregt wie selbstbewusst: „Nee Nee Nee. Dafür wird man in unserer Kultur nicht zum Verbrecher abgestempelt. Wir leben zwar in Deutschland, aber wir müssen uns an die Regeln unserer Herkunftskultur halten.” (Zitat nach DVD-Mitschnitt der angegebenen Sendung.) Das Auftreten der Familie Obeidi während und nach der Urteilsverkündung am 13. Februar zeigte dann noch einmal die aggressiv-resistente Verstockheit der islamisch-patriarchalischen Familienmoral.
    Im Nachbarland Österreich ergab eine schriftliche Umfrage im Rahmen einer religionswissenschaftlichen Dissertation, dass 14,7% der islamischen Religionslehrer die österreichische Verfassung ablehnen. 22 Prozent lehnen die Demokratie und 27 Prozent die Menschenrechtserklärung ab, weil sich beide nicht mit dem Islam vereinbaren lassen. 18,2 Prozent sprechen sich offen für die Todesstrafe bei Abtrünnigkeit vom Islam aus. (Vgl. „Die Presse”. Unabhängige Tageszeitung für Österreich vom 28.1.2009, S.1)
    In einer weltweit durchgeführten Umfrage mit 38.000 befragten Muslimen wurde gegenüber anders lautenden Beschwichtigungsklischees insgesamt eine erschreckend hohe Zustimmungs- bzw. Rechtfertigungsrate für Selbstmordanschläge zur vermeintlichen Verteidigung des Islam festgestellt. So betrug die Rechtfertigungsrate zum Beispiel im Libanon 82%, in der Elfenbeinküste 73%, in Nigeria 66 % in Jordanien 65%, in Bangladesch 58% in Indonesien 43% in Uganda 40%, in Pakistan 38% und in der Türkei zum Glück nur 20%. (Wie man sieht sind wichtige Länder wie Saudi-Arabien, Iran, Ägypten, Afghanistan und Irak noch nicht einmal mit erfasst.). Sam Harris (2007, S. 128) schreibt dazu: „Das sind abscheuliche Zahlen. Selbst wenn alle Moslems geantwortet hätten wie in der Türkei … wäre dies für uns noch immer ein Problem, über das nachzudenken sich lohnt; denn insgesamt ergäbe das noch immer 200 Millionen eingeschworene Terrorismus-Befürworter.”
    Diese hier nur knapp skizzierbaren Fakten und Zusammenhänge lassen erkennen, dass es einen eindeutigen Zusammenhang gibt zwischen
    A) den zentralen grund- und menschenrechtswidrigen Glaubeninhalten des Islam,
    B) dem islamisch geprägten und überwachten Sozialisationsprozess und
    C) dem Bewusstseins- und Verhaltensprofil zahlreicher orthodox-konservativer und radikalislamischer Muslime überall auf der Welt.
    Der hierzulande übliche ‚volksdidaktische’ Beschwichtigungsdiskurs, wonach eine winzige Minderheit von Gewalttätern und Gewaltbefürwortern einer erdrückenden Mehrheit von „friedliebenden und toleranten Muslimen” gegenübersteht, blamiert sich zunehmend vor der Wirklichkeit. Dagegen sprechen neben den hier gerade genannten Einstellungen nicht nur die hohe und flächendeckende Zahl der Gewalttaten und die paradoxe Macht- und Hilflosigkeit der angeblich erdrückenden Mehrheit, sondern der Status der radikalislamischen Kräfte als mehrdimensional agierende Massenbewegung.
    Fazit
    Angesichts der gegen sie gerichteten Beweislast und der erdrückende Faktenlage greifen nun die Verteidiger des Islam angesichts der nachlassenden Wirkungskraft der Methode des Verleugnens, des Verdrehens, des Abstreitens und des Dementierens zum nächsten Mittel der Apologetik: nämlich zum Mittel der propagandistischen Verleumdung. D. h: Diffamierung von Islamkritik als „Islamophobie”. Damit soll folgendes bezweckt werden:
    1) Nach der „Haltet-den-Dieb”-Methode soll von der zutiefst reaktionären Beschaffenheit des orthodoxen Islam und seiner Akteure abgelenkt werden.
    2) Gleichzeitig will man die Kritiker und Opponenten der islamischen Herrschaftskultur nach den herkömmlichen Mustern totalitärer Bewegungen entrechten und moralisch delegitimieren, indem man sie für „psychisch krank” (phobisch) erklärt.
    3) Im Kontext der Integrationsdebatte zielt der Islamophobie-Vorwurf zudem darauf ab, im Stile einer „Vorwärtsverteidigung” die eigentliche sozialpathologische Bedrohung der westlichen Einwanderungsgesellschaften demagogisch zu verschleiern, nämlich die tatsächlich vorhandene orthodox-islamische Phobie vor Assimilation. „Assimilationsphobie” als das eigentliche Problem - das ist die hasserfüllte Angst der streng gläubigen Muslime vor der kulturelle Moderne, vor dem Geist einer aufgeklärten und säkularisierten Gesellschaft, in der kritische Vernunft, Menschenrechte und Mündigkeit mehr zählen als autoritäre Tradition und religiös-patriarchalischer Gehorsam. Assimilationsphobie - das ist die reaktionäre Angst vor einer Gesellschaft mit entschleierten, selbstbewussten und selbstbestimmten Frauen, Angst vor der Erosion islamischer Heiratsregeln, vor einer Gesellschaft ohne Gottesknechtschaft, ohne
    religiösem Überwachungsterror und ohne Zwangsheiraten. Es war ein Skandal, dass der türkische Ministerpräsident Erdogan in seiner Kölner Rede vom Februar 2008 ungeschminkt als Einpeitscher der Assimilationsphobie auftreten durfte und die „Assimilation”, d .h. die Überwindung religiös-kultureller Normen und Traditionen, die den Grundwerten einer säkular-demokratischen Gesellschaft widersprechen, als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit” verteufelte. Nicht die hetzerische Aufrichtung einer Fata Morgana der „Islamophobie”, sondern dieser perfide Aufruf zur Integrationsverweigerung bzw. zur fortgesetzten Etablierung einer türkisch-muslimischen Herrschaftskolonie bzw. islamischen Gegengesellschaft in Deutschland stellt die tatsächliche Bedrohung dar.
    Der islamkritischen Bewegung muss es deshalb primär darum gehen, diese vom türkischen Staat und seinen deutschen Befehlsempfängern offiziell geschürte Assimilationsphobie als Ursache der Integrationsverweigerung aufzudecken und zurückzudrängen, dem orthodox-islamischen Hass auf die kulturelle Moderne mit offensivem Widerstand zu begegnen und sich nicht lange mit dem irrational-demagogischen Vorwurf der „Islamophobie” aufzuhalten.
    Integrationspolitisch reicht es schon lange nicht mehr aus, sich mit der Binsenweisheit zufrieden zu geben, dass nicht alle Muslime Terroristen sind, wenn auf der anderen Seite die grundrechtswidrigen Einstellungen und Praktiken der „streng Gläubigen” tabuisiert werden. Statt islamophiler Legendenbildung muss vielmehr ein offensiver säkular-demokratischer Grundkonsens erarbeitet und artikuliert werden, der den Muslimen in Politik, Medien, Schulen, Gerichten etc. klar und deutlich erklärt: „Wir dulden hierzulande nur eine grundrechtskonforme Religionsausübung. Einen Prozess der Etablierung islamischer Herrschaftskultur werden wir nicht zulassen. Die Zeit der Verwechselung von Toleranz und Ignoranz ist vorbei.
    Zitierte Literatur:
    Peter Antes u. a.: Der Islam. Religion - Ethik - Politik. Stuttgart - Berlin - Köln 1991.
    Bundesministerium des Inneren (Hrsg.): Muslime in Deutschland. Integration, Integrationsbarrieren, Religion und Einstellungen zu Demokratie, Rechtsstaat und politisch-religiös motivierter Gewalt. Ergebnisse von Befragungen einer multizentrischen Studie in städtischen Lebensräumen. Autoren: Katrin Brettfeld und Peter Wetzels unter Mitarbeit von Ramzan Inci, Sarah Dürr, Jan Kolberg, Malte Kröger, Michael Wehsack, Tobias Block und Bora Üstünel. Hamburg, Juli 2007.
    Sam Harris: Das Ende des Glaubens. Religion, Terror und das Licht der Vernunft. Winterthur 2007.
    Der Koran (herausgegeben von Kurt Rudolph und Ernst Werner), Leipzig 1984. 6. Auflage.
    Der Koran. Das heilige Buch des Islam. Aus dem Arabischen von Max Hennig. Überarbeitet und herausgegeben von Murad Wilfried Hofmann. Kreuzlingen/München 2003.
    1 „D. h., brecht den Verkehr mit ihnen ab.” Anmerkung des Übersetzers in: Der Koran 1984, S. 102.
    Veröffentlicht in Baden-Württemberg, Islamisierung, PAX EUROPA | Schlagworte: Baden-Württemberg, Hartmut Krauss, Islamisierung, Islamophobie, Stuttgart
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    Chahdortt Djavann, geboren 1967 im Iran, hat ihre Kindheit und Jugend in Teheran verbracht. 1993 gelang es ihr, über Istanbul nach Frankreich auszureisen, wo sie Sozialwissenschaften studierte. Heute lebt sie in Paris und schreibt auf Französisch. Sie studierte Anthropologie und schrieb den Roman "Parvaneh heißt Schmetterling", der 2003 bei Ullstein erschien. "Was denkt Allah über Europa?" ist eine Schmähschrift, ein wütendes Pamphlet, eine Attacke auf alle die, die unter dem Vorwand des Islam die Menschen unter ihre Fuchtel bringen wollen. Djavann erinnert daran, dass wir wussten, was geschehen würde, schon bevor der Islamismus an der Macht war...Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'


    Aus dem Französischen von Petra Metz. Was denkt Allah über Europa? Was denkt Allah über den Islamismus, über Terrorismus? Was denkt Allah über jene, die für ihn töten und sterben? Was denkt Allah über die Mullahs, die selbsternannten Anwälte Allahs? Was denkt Allah über die Selbstmordattentäter? Durch ihre wiederholte Einmischung in die französische Kopftuchdebatte, durch ihren mutigen Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen im Islam, aber vor allem durch ihre polemischen Essays über die Gefahren des Islamismus, wurde die iranische Autorin Chahdortt Djavann in Frankreich zu einer Bestsellerautorin. In ihrem Essay "Was denkt Allah über Europa?" entlarvt sie die Unterwanderungsstrategien islamischer Fundamentalisten in Europa und weckt jenseits von Terror und Gewalt das Bewußtsein für jenen geheimen Dschihad, der sich demokratischer Strukturen bedient und den Schleier als wichtigste Waffe einsetzt, um im Europa des 21. Jahrhunderts an Macht und Einfluß zu gewinnen.
    Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 17.03.2005
    Nun wird auch in Deutschland über Kopftuchzwang, Ehrenmorde und Islamismus gestritten, wobei diese Debatte für Eberhard Seidel etwas Hysterisches hat, das die Gefahr mit sich bringt, alle Angehörigen der islamischen Bevölkerung an den Pranger zu stellen. Als ausgesprochen wohltuend empfindet er deshalb die ruhige aber entschiedene Argumentationsweise der französischen Anthropologin Chahdortt Djavann, die sich seit Jahren in der Kopftuchdebatte für den französischen Laizismus stark macht. Djavann weise"schlüssig" nach, wie sich die Islamisten die Kopftuchdebatte als Unterwanderungsstrategie zunutze machen und die Vertreter von kulturrelativistischen Positionen genau darauf hereinreinfallen würden. Djavann argumentiere "schlüssig" und unaufgeregt, vor allem verfalle sie nicht in antiarabische oder antitürkische Ressentiments, wie Seidel wohlwollend betont.

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    "Kopftuch ist wie gelber Stern"
    INTERVIEW DOROTHEA HAHN


    taz: Wann hatten Sie zum ersten Mal ein Kopftuch auf?

    Chahdortt Djavann: Mit 13 Jahren musste ich mich verschleiern. Wie jede Frau im Iran.
    Gab es damals eine Diskussion in Ihrer Familie?
    Das ist keine Angelegenheit der Eltern. Unverschleiert auf die Straße zu gehen - das ist der Tod. Es gab ein paar Demonstrationen von Frauen. Aber die waren sehr schnell zu Ende. Das Land führte Krieg gegen den Irak. Vor dem Hintergrund erschien das zweitrangig.
    Was haben Sie damals empfunden?
    Ich habe mich geschändet und erniedrigt gefühlt. Und ich hatte viele Fragen: Warum muss ich meine Haare vor dem Blick der Männer verstecken? Was ist schuld an den Haaren einer Frau? Warum müssen Männer ihre Haare nicht verstecken?
    Wie erklären Sie, dass immer mehr junge Musliminnen in Europa ein Kopftuch tragen?
    Seit 20 Jahren findet im Westen eine islamistische Offensive statt. Ganz besonders in Europa. In den 60er- und 70er-Jahren haben die muslimischen Mädchen kein Kopftuch getragen. Was wir heute sehen, ist das Resultat der Tätigkeit der Islamisten.
    Spielt die soziale Ausgrenzung der Einwanderer ihnen in die Hände?
    Natürlich gibt es soziale Ungerechtigkeiten. Wenn jemand Mustafa heißt und arbeitslos ist, hat er schwere Probleme. Aber die werden nicht leichter dadurch, dass seine Frau verschleiert ist. Man muss jene unterstützen, die sich gegen den Islamismus schlagen. Gerade weil Deutschland und Frankreich die Einwanderer im Stich gelassen haben, sind sie von den Islamisten angesprochen worden. Die Islamisten haben ihnen gesagt: Ihr werdet nie Chancengleichheit bekommen. Kehrt besser zu einem religiösen Leben zurück, zu den Dogmen, schließt euch ein, grenzt euch ab.
    Wenn man Sie hört, könnte man meinen, dass die Islamisten bereits großen Einfluss haben.
    Den haben sie. Und das gilt sowohl für Frankreich als auch für Deutschland und für Großbritannien. Hätte man vor 15 Jahren reagiert, wäre die Situation heute anders. Stattdessen hat man getarnte und gefährliche Islamisten wie Tarik Ramadan [Islamologe aus Genf, der die Verbindung zwischen Islam und Globalisierungskritikern sucht; d. Red.] und viele andere gewähren lassen.
    Die jungen Mädchen sagen, das Kopftuch sei ihre Wahl.
    Am Anfang haben sie etwas ganz anderes gesagt. Nämlich: "Meine Religion ist meine Kultur." Als sie gemerkt haben, dass das schlecht ankam, weil es ein rein religiöses Argument ist, haben sie sich etwas anderes ausgedacht. Jetzt sagen sie: "Das ist meine Wahl." Aber keine dieser Frauen ist in der Lage, zu erklären, warum die Frau ihre Haare vor den Blicken der Männern verstecken soll. Ihre Demonstrationen sind von Männern eskortiert. Ohne deren Erlaubnis dürfen die Frauen nicht sprechen.
    Trotzdem: Es gibt junge, verschleierte Frauen, die versichern, dass niemand Druck auf sie ausübt.
    Eine Unterwerfung wird nicht besser dadurch, dass sie freiwillig geschieht. Im Iran werden Frauen gesteinigt. Unter jenen, die die Steine werfen, sind auch Frauen.
    Ist so viel Aufregung über ein religiöses Symbol gerechtfertigt?
    Das Kopftuch ist eben nicht das Symbol des muslimischen Glaubens. Wer die religiösen Texte anschaut, stellt fest, dass auch im Alten Testament den Frauen zum Kopftuch geraten wird, genau wie im neuen Testament und wie im Koran. Bei der Frauenunterdrückung ist der Islam den beiden vorausgegangenen monotheistischen Religionen treu geblieben. In den westlichen Ländern gibt es heute eine Demokratie, die auf der Geschlechtergleichheit basiert. Das Kopftuch aber ist das Symbol der Unterordnung der Frauen unter die Männer. Es geht nicht um die Unterordnung unter Gott. Wenn die Frauen unter sich sind, nehmen sie das Kopftuch ab. Sie tragen es nur vor Männern. Es ist das Symbol der Minderwertigkeit der Frauen. Das müssen alle wissen, die sich für die Gleichheit geschlagen haben.
    Wie definieren Sie das Kopftuch?
    Ich vergleiche es mit dem gelben Stern. Es ist das Symbol, das die Frau im rechtlosen Raum einordnet. Und das alle Gewalt autorisiert. Das Kopftuch zeigt: Die Frauen sind das minderwertige, erniedrigte Geschlecht.
    Sie kämpfen also als Frauenrechtlerin dagegen?
    Ich bin keine Feministin. Mir geht es um die Menschenrechte. In den demokratischen Ländern gibt es heute das Delikt Pädophilie. Man muss wissen, dass in den muslimischen Ländern ein Mädchen verschleiert wird, wenn es als heiratsfähig gilt. Wenn ein 12-jähriges Mädchen als "heiratsfähig" behandelt wird, ist das Pädophilie. Das Kopftuch ist eine Misshandlung von Minderjährigen. Wie die Beschneidung. Auch da hat es lange gedauert, bis sie in den demokratischen Ländern verboten wurde. Und auch da wurde im Namen des kulturellen Rechtes argumentiert.
    Die Klitorisbeschneidung ist eine körperliche Verstümmelung. Das Kopftuch ist ein Kleidungsstück.
    Es ist eben kein Kleidungsstück. Wenn man ein Mädchen verschleiert, sagt man ihm: Du bleibst zu Hause, du hast nicht dieselben Rechte wie dein Bruder. Das hinterlässt unauslöschbare Spuren in der Psyche, der Sexualität und der sozialen Identität.
    Möglicherweise ist das anders bei Mädchen, die selber entscheiden.
    Das ist Demagogie. Im Krieg zwischen Iran und Irak sind kleine Mädchen und Jungen freiwillig auf Minen gesprungen. Sie waren von Islamisten dazu gebracht worden. "Das ist meine Wahl", sagten diese Kinder.
    Wird das Symbol nicht dadurch aufgewertet, dass sich jetzt sogar Staatschefs in Europa damit befassen?
    Es kann kein islamistisches System ohne das islamische Kopftuch geben. Aber es kann einen Islam ohne das islamische Kopftuch geben. Stellen Sie sich vor, dass die Frauen in Saudi-Arabien oder im Iran ihren Schleier abnehmen. In dem Moment werden sie als menschliche Wesen betrachtet, und es gibt kein islamistisches System mehr.
    Sie stimmen dem gesetzlichen Verbot von Kopftüchern in der Schule zu, das Präsident Chirac vorgeschlagen hat. Wollen Sie so ein Verbot auch in Deutschland?
    Früher oder später werden Sie nicht darum herumkommen. Jetzt fordert der Iran Frankreich auf, das Gesetz zurückzuziehen. Der Iran ist ein Land, das eine Million Oppositionelle ermordet hat und das steinigt. Dieses Land wagt es, im Namen der Demokratie zu sprechen. Das zeigt, wie eng die Verbindung zwischen Islamismus und Kopftuch ist.
    In unseren Ländern ist der Islam aber nicht Mehrheitsreligion. Die Gefahr, dass muslimische Regeln zum Diktat für alle werden, besteht nicht.
    Die Islamisten nutzen geschickt die Laxheit in Europa und das aus der Geschichte herrührende schlechten Gewisse - das u. a. aus dem französisch-algerischen Krieg und aus dem Nationalsozialismus resultiert - aus. Wer den Islam kritisiert oder die Barbarei einer totalitären Religion, wird von ihnen als "islamophob" eingestuft. Oder als Rassist. Aber gerade ein Land wie Deutschland hat eine enorme Verantwortung. Die Laxheit der Deutschen hat den Islamismus in der Türkei gestärkt.
    Sie schätzen den deutschen Einfluss auf die Türkei hoch ein.
    Ich habe in Istanbul gelebt. Und ich kann Ihnen sagen, die Islamisten haben verstanden, dass sie sowohl im Innern als auch im Äußeren ihrer Länder aktiv werden müssen. Sie sind Missionare. Sie wollen einen weltweiten Islamismus organisieren. Das Kopftuch ist das Emblem des islamistischen Systems. Weil es sich in Frankreich und in Deutschland ausbreiten konnte, ist das auch in der Türkei und in Nordafrika möglich.
    Sie meinen, dass es eine diplomatische Verpflichtung gibt, das Kopftuch zu verbieten. Kopftuchverbot als Außenpolitik?
    Auch als Innenpolitik. Denn es gibt in Europa Mädchen, die Opfer der islamistischen Gewalt sind. Da werden Mädchen angegriffen, weil sie sich nicht so verhalten, wie die Islamisten es anständig finden. Es gibt junge Mädchen, die als "Nutten" beschimpft werden, weil sie kein Kopftuch tragen. Ein Mädchen ist sogar verbrannt worden. Hier in Frankreich.
    Mit welcher Berechtigung kann eine demokratische Gesellschaft ein Symbol verbieten?
    Eine demokratische Gesellschaft fixiert die individuellen Freiheiten, aber auch ihre Grenzen.
    Darf sie dann auch andere Symbole an der Schule verbieten? Zum Beispiel das Palästinensertuch?
    Das ist eine Meinung. Darüber kann man diskutieren. Aber es gibt Ideologien, über die es nichts zu diskutieren gibt. Dazu gehört der Faschismus. Und dazu gehört auch der islamische Fundamentalismus. NS-Symbole sind doch auch verboten.
    Viele finden es intolerant, das Kopftuch zu verbieten.
    Das hat nichts mit Toleranz zu tun. Das ist Ignoranz.
    Ist es sinnvoll, allein mit Repression gegen das Kopftuch vorzugehen?
    Ich bin nicht gegen Pädagogik. Zuerst muss man auf die Familie setzen. Erst wenn das nicht weiterhilft, muss man auf das Gesetz zurückgreifen. Der Staat muss die Kinder schützen. Das ist seine Aufgabe.
    Im Augenblick sorgt das Verbot für eine Radikalisierung eines Teils der Jugendlichen.
    Sie sind schon radikalisiert. Es gibt nur Politiker, die das nicht wahrhaben wollen. Die Mehrheit der muslimischen Frauen will kein Kopftuch tragen, und sie will nicht mit diesem Symbol der Entfremdung verwechselt werden. Leider berichten die Journalisten nicht darüber. Ich habe in Frankreich Schülerinnen getroffen, die ihre Lehrer anflehen: "Bitte lasst das Kopftuch nicht an die Schule. Wenn ihr es erlaubt, werden unsere Eltern es auch uns aufzwingen." Die echten Islamisten sind Faschisten. Mit ihnen haben wir in 20 Jahren keine Demokratie mehr. Dieser harte islamistische Kern muss eliminiert werden.
    Da gehen Sie aber weit.
    Der Islamismus ist keine Überzeugung, Madame.
    Was ist der Islamismus?
    Die Anwendung der islamischen Dogmen auf das soziale, politische und individuelle Leben aller Bürger. Das ist ein totalitäres System. Heute haben Sie einen Tee mit einem Mann in einem Café getrunken. Morgen können Sie gesteinigt werden.
    Was sagen Sie den jungen Frauen, die für das Recht auf Kopftuchtragen demonstrieren?
    Manche sind von Islamisten manipuliert worden. Darunter auch solche, die studiert haben. Ihre Eltern sind in dieser Gesellschaft erniedrigt und durch den Dreck gezogen worden. Ich möchte ihnen zurufen: "Sagt nie mehr: Das ist ein anderer Schleier. Das ist nicht derselbe." Das stimmt nicht. Es ist auf der ganzen Welt derselbe Schleier.

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    Ungehaltene Rede von Ralph Giordano                                                                                       26.09.07.

    Ralph Giordano
    Nicht die Kölner Moschee, sondern den Islam selbst macht Ralph Giordano als Ursache vielfältiger Probleme aus. Der Publizist erklärt die Integration für gescheitert.Eigentlich wollte Ralph Giordano auf einer zentralen Kundgebung am 11. September 2007 in Köln eine Rede gegen den Bau der geplanten Großmoschee halten. Die Demonstration wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Das Magazin „Cicero“ dokumentierte seine ungehaltene Rede.


    „Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem“

    Mitkämpfer innen und Mitkämpfer – deutsche, muslimische und andere, welcher ethnischen Herkunft auch immer!

    Dies an den Anfang, in alle Ohren, die hören können, urbi et orbi – erstens: Falls sich Anhänger der „Pro-Köln“-Partei hierher verirrt haben sollten, können sie sich kategorisch aufgefordert fühlen, den Schauplatz auf das Schnellste zu verlassen und sich dahin zu verfügen, wo Rassisten, Ausländerfeinde, Neo- und Alt-nazis hingehören – auf den Kehrichthaufen der Geschichte! Ich komme auf diese parasitären „Bundesgenossen“ im Verlaufe meiner Rede noch zurück – so leicht wollen wir diese falschen Fünfziger für ihre braunen Anschleimungsversuche nicht davonkommen lassen.

    Zweitens: Hier ist kein Haufen von Türkenschrecks zusammengekommen, keine Horde von Anti-Muslim-Gurus, und zum Bürgerkrieg ist auch nicht aufgerufen worden. Wir sind hier angetreten, um auf ein schwerwiegendes Problem der deutschen Innen- und Außenpolitik hinzuweisen, das seit Jahrzehnten regierungsübergreifend von den Politikern unter der Decke gehalten, geleugnet, verdrängt oder geschönt worden ist: auf das instabile Verhältnis zwischen Mehrheitsgesellschaft und muslimischer Minderheit, vorwiegend türkischen Ursprungs. Es rührt an die Grundfesten unserer demokratischen Gesellschaft.

    Eine Lawine der Unterstützung

    Noch war der erste Pulverdampf des Kampfes um den Bau einer zentralen Großmoschee in Köln-Ehrenfeld nicht ganz verflogen, da meldete sich auch schon eine spezifische Furcht von bundesweiten Ausmaßen – die Furcht vor einer schleichenden Islamisierung unseres Landes. Sie ist nur zu begründet – lokal, national und international.

    Mein öffentlicher Vorstoß gegen den Bau der Moschee vom 11. Mai 2007 in einem vom Kölner Stadtanzeiger initiierten Streitgespräch mit einem Funktionär der Ditib hatte offenbar vielen aus der Seele gesprochen. Anders ist die geradezu sturzflutartige Medienlawine nicht zu erklären, die aufdeckte, wie virulent, überall gegenwärtig und hoch bewusst da etwas vor sich hin geschwelt hat, was von der Politikerklasse über Jahrzehnte hin regierungsübergreifend sträflich verdrängt, hartnäckig geleugnet und immer wieder geschönt worden ist. In Hunderten und Aberhunderten von Briefen, Faxen und Telefonaten an mich hieß es, so einheitlich wie bestürzend: „Wir stehen hinter Ihrer Kritik, wagen aber nicht, es auszusprechen, weil wir dann in die falsche, die neonazistische Ecke gestellt werden, wo wir nicht hingehören…“

    Der Publizist Ralph Giordano
    Auf der ganzen Linie also Triumph des niederträchtigsten aller niederträchtigen Totschlagargumente der „political correctness“: „Wer gegen die Moschee ist oder am Islam Kritik übt und das laut sagt, besorgt die Sache der Nazis von heute.“ Genau in diese Ecke sollen auch unsere Veranstaltung, ihre Organisatoren und ihre Redner gestellt werden, genau damit sollten auch wir erpresst werden. Darauf eine klare, unmissverständliche Antwort: Man braucht, verdammt noch mal, kein Überlebender des Holocaust zu sein, um mit bürgerlichem Selbstbewusstsein deutschen Diffamierungsversuchen und muslimischer Drohung couragiert die Stirn zu bieten (sage ich, der gerade im Fadenkreuz beider steht).

    Ein Wort zu meinem persönlichen Strauß mit „Pro Köln“. Als die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Partei mich mit der Losung „Giordano auf Pro-Köln-Kurs“ zu vereinnahmen suchte, nannte ich sie „die lokale Variante des zeitgenössischen Nationalsozialismus, die, wenn sie könnte, wie sie wollte, mich in eine Gaskammer sperren würde.“ Was die braune Truppe veranlasste, mit einem Verfahren zu drohen, dem ich, falls es zustande käme, mit freudiger Erregung entgegensehe. An meiner politischen Charakteristik jedenfalls hat sich nichts geändert.

    Der Scherbenhaufen der Immigrationspolitik

    Zur lokalen Dimension: Der wahre Bauherr der zentralen Großmoschee in Köln-Ehrenfeld ist, über ihren verlängerten Arm Ditib, die Religionsbehörde Dyanet in Ankara. Dort ist das Projekt ausgeheckt worden, für mich von Anfang an ein Zeichen der Landnahme auf fremdem Territorium, das Symbol einer integrationsfeindlichen Identitätsbewahrung, eine Kriegserklärung. Das einzig Gute an diesem einen verräterischen Schritt zu weit nach vorn: das durch Fehleinschätzung der Reaktionen unfreiwillige Bekenntnis zu den wahren Absichten hinter der Fassade. Sollte der Bau in seiner jetzigen Gigantomanie tatsächlich hochgezogen werden, so geschähe das gegen den erklärten Willen einer nicht unbeträchtlichen Bevölkerungsmehrheit.

    Zur nationalen Dimension: Vor uns liegt der Scherbenhaufen einer Immigrationspolitik, die sich zäh geweigert hat, Deutschland zu einem Einwanderungsland zu erklären und es mit den entsprechenden Gesetzen und Regularien auszustatten. Über Jahrzehnte hin gab es deutscherseits nichts als Hilflosigkeit, Konfliktscheue und falsche Toleranz, das ganze Arsenal gutmenschlicher „Umarmer“: verinnerlichte Defensive christlicherseits bei den sogenannten „interreligiösen Dialogen“; verheerende Nachsicht der Justiz bei Straftaten, bis in den Versuch, Teile der Scharia in die deutsche Rechtsprechung einzuspeisen; überängstliches Vorgehen und wehrloses Wegschauen von Polizei und Verfassungsschutz auf dem Gebiet der Sicherheitspolitik; beängstigende Reserve gegenüber islamischen Organisationen, die den Terror unterstützen, wie auch gegenüber Plänen für eine schleichende Umwandlung westlicher Staaten in eine islamische Staatsform.

    Der Publizist Ralph Giordano
    Hier ein paar Zitate aus einigen der unzähligen Briefe gleichen Tenors: „Ich bin entsetzt über Politiker der 68er-Generation, die in meinen Augen blauäugig und in falschem weich gespülten Toleranzgebaren einer hoch aggressiven Religion die Hand reicht, ohne die Dynamik dieser Glaubensgemeinschaft einschätzen zu können.“ Eine andere: „Ich bin entsetzt über Politiker, die sich auch aus intellektueller Bequemlichkeit weigern, eine entschiedene Auseinandersetzung mit islamischen Vertretern zu führen.“

    Und eine dritte: „Mir macht der Islam erhebliche Angst, besonders als Frau stößt mich diese Religion mit ihrem autoritären patriarchalischen Ehrbegriff ab. Mehr Angst aber noch machen mir Politiker, die ihre Denkmuster von Toleranz und Antirassismus heute nicht einer Neudefinition unterziehen. Nur wenige ihrer Vertreter sind in der Lage, die intellektuellen Wertmesser ihrer Jugend infrage zu stellen.“

    Die hartnäckigen Versäumnisse hatten nach dem Zustrom vorwiegend türkischer „Gastarbeiter“ der 60er- und 70er-Jahre eine gewaltige Zuwanderungswelle zur Folge gehabt. Was dann nahezu unkontrolliert und in philanthropischer Furcht vor dem Stempel „Ausländerfeindlichkeit“ nachströmte, waren Millionen von Menschen aus einer gänzlich anderen Kultur, die in nichts den völlig berechtigten Eigennutzinteressen des Aufnahmelandes entsprachen, ohne jede Qualifikation waren und nur bedingt integrationsfähig und -willig. Und dazu gewaltige Belastungen der Sozialkassen.

    Die Anfälligkeit für radikale Ideen

    Das Ergebnis im Spiegelbild der Gegenwart: 40 Prozent der türkischen Jugendlichen sind, primär bedingt durch mangelnde Sprachkenntnisse, ohne Schulabschluss, also beruflich und sozial ausgegrenzt. Was heißt, dass die Sprachdefizite vor allem der Mütter inzwischen in die dritte Generation der Kinder weitergegeben worden sind, ohne dass eine Änderung dieser Situation in Sicht ist. Zumal nach wie vor den weiblichen Mitgliedern eines religiös dominierten Kulturkreises die Teilnahme am sozialen Leben der deutschsprachigen Mehrheit versagt bleibt. Erschreckenderweise deuten viele Anzeichen darauf hin, dass die dritte Generation islamischer denkt als ihre Eltern und Großeltern und dass ein Teil von ihnen anfälliger ist für radikale Ideen als diese.

    Nicht dass es keine Beispiele gelungener Einordnung in die Mehrheitsgesellschaft gäbe – es gibt sie. Nur: Exemplarisch werden sie auch dadurch nicht, dass türkische Verbände immer wieder versuchen, die Ausnahme zur Norm zu erklären.

    Die erste, unbequeme und für beide Seiten schmerzhafte Wahrheit ist: Die Integration ist gescheitert! Und die „Parallelgesellschaften“ sind der deprimierende Ausweis dafür. Es sind türkische Kritikerinnen und Kritiker, die uns authentisch berichtet haben von einem Alltag der Unterdrückung, der Abschottung, der Ausbeutung, der Zwangsehe und der Gefangenschaft muslimischer Frauen und Mädchen als Norm, bis hinein in die namenlose Perversität der sogenannten „Ehrenmorde“.

    Der Publizist Ralph Giordano
    Wir müssen lernen, die Dinge beim Namen zu nennen, sowohl was die deutschen Defizite im Verhältnis von Mehrheitsgesellschaft und muslimischer Minderheit betrifft als auch die nicht hinnehmbaren Akte von türkischer Gewaltkultur, Nationalismus, Fundamentalismus und öffentlichem Siegergebaren mit der Drohung demografischer Expansion. Der Stand der Dinge zwischen Mehrheitsgesellschaft und muslimischer Minderheit ist ungefestigt. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich auszumalen, was sein würde, wenn die beiden von Muslimen gelegten Kofferbomben in Köln gezündet hätten, mit vielen Toten und Verletzten. Es bleibt nichts als die Hoffnung, dass dieser Fall nicht eintritt. Denn erreichte uns der Terror ohne sichtbare Fortschritte bei der Integration, würden der Republik Erschütterungen von bisher unbekannten Ausmaßen ins Haus stehen.

    Sowenig wie die muslimische Minderheit unter Generalverdacht gestellt werden kann, so wenig kann ihr ein Blankoscheck für Wohlverhalten überreicht werden. Wenn ihre Mehrheit denn ein friedliches Leben will (und davon ist auszugehen), so wäre sie gut beraten, das unmissverständlich zu bekunden, und zwar so oft die Lage es erfordert. Solche Proteste hat es gegeben, keineswegs aber schon in der Lautstärke, die die Voraussetzung für ihre Glaubwürdigkeit wäre.

    Die Unfähigkeit zur Selbstreflexion

    Lassen Sie mich noch ein Wort sagen zu der höchst zwielichtigen Rolle der geradezu inflationär emporschießenden türkisch-muslimischen Migrantenverbände in Deutschland, allen voran die am Tropf der türkischen Religionsbehörde Diyanet hängende Ditib, die Türkisch Islamische Union der Anstalten für Religion e.V. Obwohl sie dauernd ihre Treue zum Grundgesetz beteuert, hielte ihr vorgegebenes laizistisches Islamverständnis einer näheren Prüfung nicht stand. Türkische Kritiker halten sie für von radikal-nationalistischen Organisationen unterwandert und nennen Querverbindungen zu Verbänden und Parteien, die statt auf Integration auf kulturelle Identitätsbewahrung der Immigranten und ihrer Nachkommen hinarbeiten. Dazu wird bekannt, dass Ditib-Imame eine Sonderausbildung erhalten, die den Völkermord an den Armeniern 1915/16 im türkisch-osmanischen Reich zu einem „Mythos“ erklärt – „Auschwitz-Lüge“ auf Türkisch.

    Was wissen wir von der Tätigkeit der vielen zugewanderten international-islamistisch orientierten Funktionsträger innerhalb der nicht mehr zu zählenden Verbände? Und wie ehrlich können denn Bekenntnisse zu den Prinzipien der säkularen Demokratie sein, wenn es doch die Taqiyya gibt – also die ausdrücklich religiös sanktionierte Erlaubnis zu Täuschung und Verstellung in der Auseinandersetzung mit „Ungläubigen“? Nirgendwo bin ich auf mehr Unfähigkeit zur Selbstreflexion, zu Selbstkritik und Selbstironie gestoßen als in diesen Kreisen, dafür aber auf einen Dauerzustand nervösen Beleidigtseins, das seine Sensibilitäten zur letzten Instanz machen will.

    Buchstäblich rot sehe ich auch, wenn die Ditib und andere Verbände wieder einmal penetrant auf Religionsfreiheit pochen – womit ich die Religionsfreiheit hier nicht aufgehoben wissen will, wohl aber darauf hinweise, um wie viel glaubwürdiger diese Berufung wäre, wenn auch nur die kleinsten parallelen Bemühungen für Religionsfreiheit in der Türkei erkennbar sein würden. Sie sind es nicht.

    Da wird ein Prinzip sichtbar, das über allen Aktivitäten muslimischer Verbände steht, eingeschlossen den „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ (ZDM) oder die „Islamische Gemeinschaft in Deutschland“ (IGD): zu fordern, fordern, fordern, ohne jeden Sinn für eine Bringschuld.

    Der Publizist Ralph Giordano
    Zur dritten, der internationalen Dimension: Die unbequemste, ja, bedrohlichste Frage unter all den unbequemen und bedrohlichen Fragen lautet: Ist der Islam reformierbar, modernisierbar? Sind er und die Scharia, das islamische „Rechtssystem“, in Übereinstimmung zu bringen mit Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Pluralismus und, dies die Schlüsselfrage überhaupt, Gleichstellung der Geschlechter? Fragen, die den Islam auf den Prüfstand der Geschichte stellen – und die überraschenderweise am negativsten von kritischen Muslimen selbst beantwortet werden. Und das so punktgenau und tubulös, wie es kein Europäer oder Amerikaner je auszusprechen wagen würde – Zitat: „Kaum ein islamischer Geistlicher, geschweige denn ein frommer Laie ist willens und in der Lage, das Kernproblem in der Denkstruktur des eigenen Glaubens zu sehen. Sie sind nicht bereit zur kritischen Analyse der eigenen Tradition, zu einer schonungslosen Gegenüberstellung ihres Glaubens mit der Lebenswirklichkeit in modernen Gesellschaften.“ So der große türkische Lyriker Zafer Senocak.

    Muslime drohen an eigener Rückständigkeit zu ersticken

    Was sind Salman Rushdies „Satanische Verse“ gegen diese Analyse, die die Lehre und Praxis des muslimischen Glaubens schonungslos als die eigentliche Quelle der enormen Schwierigkeiten des Islam bei seinem Versuch einer Anpassung an die Moderne vorführt, also eigene Übel zum wahren Ursprung des Terrors erklärt und die Säkularisierung des Islam zur Voraussetzung einer Zukunft macht?

    Ein riesiger, revolutionsüberreifer Teil der Menschheit, die Ummah, die globale Gemeinschaft der Muslime, so differenziert sie in sich ist, droht an ihrer eigenen Rückständigkeit zu ersticken. Richtig, die Türkei bietet eine Ausnahme, aber was den Grundkonflikt anbetrifft, Islam und Moderne, steckt sie mittendrin.

    Wenn es denn stimmen sollte, dass es einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus gibt (was wiederum gerade Muslime bestreiten), dann sollte der Islam bemüht sein, den Unterschied glaubhaft zu machen. Denn wenn das nicht geschieht, kann er bald schon identifiziert werden mit einer Bewegung, die das Zeug zum Totalitarismus des 21. Jahrhunderts in sich trägt. Die Merkmale anhand gegebener historischer Vergleichsmöglichkeiten sind alarmierend genug, bis hinein in das erklärte Ziel des politischen Islam: „Umsturz der gottlosen Regierungen des Westens und ihre Ersetzung durch islamische Herrschaft.“

    Der Publizist Ralph Giordano
    Ich glaube nicht daran, dass diese wahnsinnigen Fiktionen Wirklichkeit werden könnten. Aber auch über ihren Versuch schon könnte die Welt zuschanden werden, und nicht nur die islamische. Dieser Kampf ist in vollem Gange – und Europa, Deutschland stecken mittendrin. Deutschland wird sich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass Integration auch weiterhin ein Wunschbild bleiben wird, Mehrheitsgesellschaft und muslimische Minderheit aber dennoch miteinander auskommen müssen. Von allen Geschichtsbildern ist dies das wahrscheinlichste. Es schließt individuelle Integration nicht aus, versagt sich aber einer kollektiven Einordnung. Oberstes Gebot: Gewaltlosigkeit!

    „Ich bin kein Türkenschreck“

    Und zum Schluss, noch einmal: Ich bin kein Türkenschreck, kein Anti­-Muslim-Guru, ich habe nicht zum Bürgerkrieg aufgerufen. Ich habe lediglich im Interesse beider Seiten mitgeholfen, ein verdrängtes, hochexplosives Thema deutscher Innenpolitik in das öffentliche Bewusstsein zu befördern.

    Ich werde also auch weiterhin auf meiner kulturellen Selbstbestimmung beharren, auf einer Lebensform, die die meine ist und in mannigfacher Hinsicht mit der islamischen nicht übereinstimmt. Ich werde mich auch weiter abgestoßen fühlen durch verhüllte Frauen, wobei sich meine Abscheu nicht gegen die Frauen richtet, sondern gegen ein religiös dominiertes Patriarchat und seine Verwalter. Auch werde ich meine Ansicht von Meinungsfreiheit nicht einem Ungeist anpassen, der sie so auslegt: „Alle haben das Recht, ihre Meinung frei auf eine Weise auszudrücken, die der Scharia nicht zuwiderläuft.“ Nein und dreimal nein!

    Ich will sagen dürfen, dass ich die Scharia, das Gesetz des Islam, für notorisch grundgesetzwidrig halte, für einen skandalösen Anachronismus, das Fossil einer überholten geistesgeschichtlichen Epoche und ein schweres Hindernis auf dem Wege zur Reformierung und Modernisierung des Islam. Sie wird von mir genauso selbstverständlich in die kritische Methode einbezogen wie der Koran, die Biografie Mohammeds und das Alte und das Neue Testament. All das und mehr will ich sagen, schreiben und denken dürfen – offizielle Fatwa-Drohung hin, inoffizielle her. Und das unter der Überschrift: Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!

    Der Publizist Ralph Giordano:
    Wo sind wir denn, dass wir uns überlegen müssten, ob unser Tun und Handeln radikalen Muslimen gefällt oder nicht? Wo sind wir denn, dass wir uns in vorauseilendem Gehorsam von religiösen und anderen Fanatikern vorschreiben ließen, was wir veröffentlichen dürfen und was nicht? Wo sind wir denn, dass wir in die Knie gehen vor jenen offenbar jederzeit abrufbaren Zorn- und Empörungskollektiven zwischen Kairo und Bali, die der Streit um die dänischen „Mohammed“-Karikaturen uns so drastisch vorgeführt hat? Wie lange sollen wir noch strammstehen vor Traditionen, Sitten und Gebräuchen, die jede Kritik in Beleidigung umfälschen, selbst aber höchst verschwenderisch mit Verbalinjurien gegen Andersdenkende zur Hand sind? Ich wehre mich gegen ein Erpresserpotenzial, das uns unter islamischer Beobachtung halten will und seine Tentakeln von Zentral- und Vorderasien bis in die Mitte Europas ausgeworfen hat, mit dem Motto: „Wer nicht kuscht, der lebt gefährlich!“

    Ich werde mir aber auch weiterhin von der Seele schreiben, was dabei ist, mich auf meine späten Tage das Fürchten zu lehren: der politische, der militante Islam und seine Funktionsträger, die grüne Blauäugigkeit deutscher „Umarmer“ und die Sirenentöne der professionellen Taqiyya-Rhetoriker.

    Die schleichende Islamisierung

    Und zum Schluss ein Wort an Kölns politische Spitze, die sich mit einer Überheblichkeit sondergleichen über den immer deutlicher artikulierten Protest einer großen Bevölkerungsgruppe hinweggesetzt hat und sich dabei nicht entblödete, mit den verschämten Korrekturen an der – nach wie vor – Großmoschee nichts als architektonische Kosmetik zu betreiben. Wenn es denn wahr ist, dass auch diese Moschee als eine Fatih-Moschee geplant war, also wie viele andere in Deutschland nach einem osmanischen Eroberer benannt werden sollte, dieses Vorhaben nun aber nach der stürmischen Gegenwehr zurückgenommen würde, so bestätigt sich damit nur eine Taktik der Anpassung, die nichts von der ursprünglichen Absicht dahinter wegnähme: mehr Macht, mehr Einfluss – schleichende Islamisierung.

    Ich kann deshalb zum Schluss meiner Rede nur noch einmal an den Oberbürgermeister der Stadt Köln und die befürwortenden Stadträte appellieren, den Bau in Ehrenfeld zu stornieren. Zwischen Hinterhof- und Großmoschee gäbe es viele Abstufungen ohne den Abschreckungseffekt, den der Reißbrettentwurf hervorgerufen hat.

    Wenn es denn der Preis sein sollte, ohne Schmusekurs in diesem Konflikt Freunde zu verlieren und persönlich bedroht zu werden, dann bin ich bereit, ihn zu zahlen. Und das, wie bisher, weiter an der Seite so tapferer Frauen wie Necla Kelek, Arzu Toker, Emine Özdamar, Seyran Ates¸, Ayaan Hirsi Ali und aller anderen, aller anderen friedlichen Muslimas und Muslime.

    Copyright © 2009 by FOCUS Online GmbH

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    GBS UNTERSTÜTZT KALISCH: DEUTSCHLANDS ERSTER PROFESSOR FÜR ISLAMKUNDE IST EIN MANN DER AUFKLÄRUNG!

    Im Jahr 2004 wurde der habilitierte Islamwissenschaftler Muhammad Kalisch auf den ersten Lehrstuhl für die Ausbildung islamischer Religionslehrer in Deutschland berufen. Vier Jahre später, im September 2008, beendete der "Koordinationsrat der Muslime in Deutschland "(KRM) seine Zusammenarbeit mit Kalisch im Beirat des "Centrums für Religiöse Studien" der Universität Münster mit einem Paukenschlag: Die Muslimverbände erklärten, man könne niemandem empfehlen, bei Professor Kalisch zu studieren, da er grundsätzliche Lehren des Islam, wie die Existenz Mohammeds und die Grundlagen der Entstehung des Koran, in Zweifel ziehe. Die historisch-kritische Methode, auf die sich Kalisch berufe, dürfe auf den Islam nicht angewandt werden. Daraufhin knickte das NRW-Wissenschaftsministerium ein und kündigte in Einvernehmen mit den konservativen Muslimverbänden an, an der Universität Münster eine zweite Professorenstelle für islamische Religionswissenschaft einzurichten, die dann für die Ausbildung künftiger Lehrer für Islamkunde oder Islamunterricht verantwortlich sei.

    Aus Sicherheitsgründen musste Kalisch mit seinen Institutsmitarbeitern nun in ein anderes Gebäude der Universität Münster umziehen, was medial für einige Schlagzeilen sorgte. Bedauerlicherweise wurden in der Berichterstattung Kalischs Argumente, die ihn dazu brachten, Mohammeds Existenz anzuzweifeln und den Islam insgesamt kritisch zu hinterfragen, kaum berücksichtigt. Deshalb hat sich die Giordano Bruno Stiftung dazu entschlossen, Kalischs wegweisende "Anmerkungen zu den Herausforderungen der historisch-kritischen Methode für das islamische Denken" auf ihrer Website zu veröffentlichen und auch auf anderem Wege zu verbreiten.

    Nach einem längeren Telefonat mit Muhammad Kalisch erklärte Stiftungssprecher Michael Schmidt-Salomon am Donnerstagnachmittag in Mastershausen: "Muhammad Kalisch hat mich ebenso erstaunt wie beeindruckt. Er ist wahrhaftig ein Mann der Aufklärung, der unsere volle Unterstützung verdient. Seine Positionen sind nicht nur gut begründet, er hat auch den Mut, sie in aller Öffentlichkeit zu vertreten - trotz der Gefahren, die damit verbunden sind. Der Fall Kalisch macht Hoffnung, dass der Islam möglicherweise den Prozess der Aufklärung doch schneller durchlaufen könnte, als wir dies bisher angenommen haben. Immerhin muss man feststellen: Auf etwa 100 katholische Theologieprofessoren kommt ein Horst Herrmann, auf 100 protestantische Theologen ein Gerd Lüdemann. Dass sich mit Muhammad Kalisch gleich der erste universitäre Islamtheologe in Deutschland so konsequent in die Tradition der Aufklärung stellt, könnte ein Zeichen dafür sein, dass wir die rationalistische Tradition innerhalb der muslimischen Philosophie gemeinhin kolossal unterschätzen. Ich kann nur jedem empfehlen, Kalischs Anmerkungen zur historisch-kritischen Methode zu lesen, und hoffe, dass die verantwortlichen Politiker einsehen, dass man einen Hoffnungsträger wie Kalisch nicht aus falscher Rücksichtnahme  auf das akademische Abstellgleis schieben darf."
    http://www.solidaritymuhammadkalisch.com/

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    „ In Bezug auf die zurückgebliebenen Staaten und Nationen, in denen Feudale oder patriarchalisch-bäuerliche Verhältnisse überwiegen, muss man insbesondere im Auge behalten...die Notwendigkeit, Geistlichkeit und sonstige reaktionäre und mittelalterliche Elemente zu bekämpfen, die in den zurückgebliebenen Ländern Einfluss haben;... die Notwendigkeit, * den Panislamismus und ähnliche Strömungen zu bekämpfen, die die Befreiungsbewegungen gegen den europäischen und amerikanischen Imperialismus mit einer Stärkung der Position der Khane, der Gutsbesitzer, der Mullahs usw. verknüpfen wollen.“

    * Ziel des Panislamismus ist die Einheit aller Moslems in einem islamischen Staatsgefüge oder Kalifat

    Lenin Werke Band 32, S.137)

    Die verbotene Rede
    von Christine Schirrmacher

    Eine Islamwissenschaftlerin will über den Islam in Europa sprechen. Moslemischen Funktionären passt das nicht. Die Rede darf nicht gehalten werden. Cicero dokumentiert, was im österreichischen Traun nicht gesagt werden durfte

    Die Globalisierung ist auch für Europa ein Thema von großer Bedeutung. Die Welt ist näher zusammengerückt. Das gilt auch für die islamische Welt und Europa. Daraus ergeben sich neue Chancen ebenso wie Herausforderungen für die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft im 21. Jahrhundert.

    Nordafrika ist durch seine Kolonialvergangenheit eng mit Frankreich verbunden, Bangladesh, Pakistan und Indien mit Großbritannien. Dort leben knapp 2,5 Millionen, in Frankreich rund 6 Millionen, in Deutschland 3,4 Millionen Muslime. Nach Österreich kamen vor allem Muslime aus den Balkanländern. In Deutschland begann die Zuwanderung vor rund 45 Jahren, als in der Nachkriegszeit die Anwerbung von Arbeitskräften aus Süd(ost)europa und später auch aus Anatolien/Türkei die Lösung für einen wachsenden Arbeitsmarkt zu sein schien.
    Die ersten Zehntausende Muslime kamen ab 1961 nach Deutschland. Es waren vor allem männliche Arbeitskräfte ohne Familien. Nach dem Anwerbestopp 1973 zogen Frauen und Kinder nach. Durch Revolutionen und Kriege (vor allem die Iranische Revolution 1979, den iranischirakischen Krieg 1980–1988 und den Balkankrieg der 90erJahre), durch Flüchtlingsströme, Asylbewerber und eine höhere Geburtenrate im Vergleich zur westlichen Bevölkerung wuchs die Zahl der muslimischen Migranten in Europa auf heute 16 bis 20


    Millionen. Menschen an.Selbst in den vergangenen 20 Jahren, als diese Entwicklung absehbar war, haben sich die europäischen Länder damit schwergetan, sich als „Einwandererländer“ zu erkennen. Es wurde vielfach versäumt, über kulturelle und gesellschaftliche, über politische wie religiöse Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu diskutieren, drohende Fehlentwicklungen zu thematisieren und Regeln für das Zusammenleben in der Zukunft zu erarbeiten. Nur allzu selbstverständlich gingen die europäischen Gesellschaften davon aus, dass diese Menschen die westliche, säkulare Lebensweise ihrer eigenen Tradition vorziehen, ihre religiös-kulturellen Wurzeln mit der Zeit aufgeben und sich anpassen würden. Heute liegt offen zutage, dass diese Annahme falsch war, ja, dass in vielen Teilen Europas längst eine umgekehrte Entwicklung – eine Rückbesinnung auf einen kämpferischen Islam und einen gesellschaftlichen Rückzug in das eigene Umfeld – eingesetzt hat.
    Die meisten Muslime, die heute in Europa leben, werden bleiben, ihre Zahl wird weiter zunehmen. In ihren Heimatländern bietet ihnen die politischen oder wirtschaftlichen Verhältnisse häufig keine Perspektive für eine Rückkehr, ihre Kinder und Enkel sind in Europa aufgewachsen. Angesichts dieser Situation ergeben sich mehrere Herausforderungen:

    1. Gesellschaftliche Aspekte

    Noch niemals zuvor haben so viele Menschen aus dem islamischen Kulturkreis dauerhaft in Europa gelebt. Aber sind sie auch in Europa zu Hause?

    Viele junge Menschen der zweiten und dritten Generation sprechen zu wenig Deutsch (oder Französisch, Spanisch oder Niederländisch), um beruflich Erfolg zu haben. Welcher Zukunft gehen diese jungen Menschen entgegen? Nicht wenige fühlen sich zudem von den europäischen Gesellschaften nicht akzeptiert, ja diskriminiert und ziehen sich zurück in ihre eigene Welt, die eigene Sprache, die Moschee, das türkische oder arabische Stadtviertel. Zwangsverheiratungen und Ehrenmorde geschehen gerade innerhalb dieser Rückzugsräume, in der von einigen Muslimen im Namen der Tradition und Religion das Recht in die eigene Hand genommen wird. Endlich wird in Europa über die Pflicht, die Sprache des Aufnahmelandes zu sprechen, offen gesprochen. Ohne Sprachbeherrschung keine Integration, ohne Integration kein beruflicher Erfolg und keine gemeinsame Zukunft.

    Weder die Zuwanderer noch die Aufnahmeländer haben ursprünglich mit einem dauerhaften Zusammenleben gerechnet. Beide Seiten gingen zunächst von wenigen Jahren aus. Besonders die Mehrheitsgesellschaft hat sich zu wenig mit den Herkunftskulturen der Zuwanderer beschäftigt, ja sich für ihre Lebenswelten kaum wirklich interessiert. Die „andere Kultur“ wurde entweder kritiklos bewundert oder aber ignoriert und abgelehnt. Mitmenschliche Begegnungen fanden viel zu selten statt. Das Wissen über den Islam ist in Europa bei vielen Menschen immer noch gering. Manche Muslime wollten zunächst „Europäer“ werden, haben sich dann aber enttäuscht abgewandt. Manche fanden Anschluss an eine Moschee, die Distanz und Rückzug predigt, den heimischen Nationalismus und den Islam als Identität in einer „gottlosen“ westlichen Gesellschaft als Alternative anpreist. Dann kann es bis zur Hinwendung zum politischen Islam (Islamismus) oder sogar zum Extremismus unter Umständen nur noch ein kurzer Schritt sein.

    Neu ist die Situation nicht nur für die europäischen, sondern auch für die muslimischen Gemeinschaften. Sie müssen hier in der „Diaspora“ in einer nichtmuslimischen westlichen Gesellschaft eine neue theologische und politisch-gesellschaftliche Standortbestimmung vornehmen. Viele Fragen kommen auf: Kann auf den lautsprecherverstärkten Gebetsruf – in islamischen Ländern eine Alltäglichkeit – in nichtislamischen Ländern verzichtet werden? Darf von Nichtmuslimen geschlachtetes (nicht geschächtetes) Fleisch von Muslimen verzehrt werden (eine Situation, die in islamischen Ländern kaum je auftreten wird)? Wie sind die islamisch begründeten Anstandsregeln (kein Kontakt zwischen jungen Männern und Mädchen) in einer freiheitlich-pluralistischen Gesellschaft einzuhalten, in der sich nur noch wenige Menschen zu religiösen Werten bekennen? Darf der eigene Sohn eine deutsche, nichtmuslimische Frau heiraten, die die Familie unter Umständen als „Ungläubige“ beurteilt?

    All das sind Fragen, die sich im islamischen Herkunftsland nie gestellt haben und auf die die muslimische Gemeinschaft Antworten finden muss, die auch innerhalb der muslimischen Gemeinde sehr unterschiedlich ausfallen.

    Aber auch jenseits der alltäglichen Lebensführung ergeben sich in Bezug auf die Religion manche Fragen: Wie kann der islamische Glaube an die junge Generation weitergegeben werden, die inmitten einer pluralistischen, säkularisierten Gesellschaft lebt, die oft wenig von sichtbaren ethischen und religiösen Werten geprägt ist? Manche Familien beginnen in dem Wunsch, ihre kulturellen Wurzeln zu bewahren, erstmals in der Diaspora, ihre Religion zu praktizieren, andere beachten die Vorschriften strenger als im Herkunftsland. Dadurch wird besonders im türkischen Islam in Deutschland eine konservative Religiosität „konserviert“, die es in dieser Form in der modernen Westtürkei kaum noch gibt.

    Und wie verhält sich die westliche Mehrheitsgesellschaft? Versteht sie das hohe Minarett, das vielleicht alle anderen Bauten des Stadtteils überragt, als kulturelle Bereicherung oder als Bedrohung? Oder vielleicht in früheren Jahren als Bereicherung, heute aber eher als Bedrohung? Glaubt sie den friedlichen Bekundungen des Moscheevereins in der Nachbarschaft, und bemüht sich der Moscheeverein um gute Kontakte zu den Nachbarn? Beten dort Menschen, die nur ihren Glauben praktizieren und zum Frieden in der Gesellschaft beitragen wollen, oder werden dort politische Predigten gehalten? Wird das Kopftuch als individuelles Glaubensbekenntnis getragen oder als politisches Symbol? Wünschen sich die europäischen Gesellschaften überhaupt ein Miteinander mit den Zuwanderern, möchten sich alle Zuwanderer in die europäischen Gesellschaften integrieren? Wie weit reichen Toleranz und Freiheit der demokratischen Gesellschaften, und wo beginnt die Gleichgültigkeit und die Ablehnung?

    Das lange Nebeneinander muss ein Miteinander werden. Das oberste Prinzip ist, den gesellschaftlichen Frieden zu wahren und Wege zum Miteinander leben zu finden. Die europäischen Gesellschaften müssen bereit sein, Zuwanderern Heimat und Annahme zu geben, die Zuwanderer ihrerseits dazu, sich von einem politisierten Islamverständnis zu lösen und die hiesigen Gesetze nicht nur zu halten, sondern die europäischen Demokratien als gut und richtig zu bejahen. Hier ist auf beiden Seiten viel zu tun – zunächst Bewusstseinsbildung für die Versäumnisse der Vergangenheit, Informationsvermittlung, Gespräche, Begegnung, Förderung der Chancenarmen, Forderung nach beiderseitigem Einsatz für ein friedliches Zusammenleben.

    2. Die politische Herausforderung

    Es ist heute jedermann bewusst, was mit der Thematik der „politischen Herausforderung“ gemeint ist: Viele Menschen in Europa betrachteten in den letzten 30 Jahren die Beschäftigung mit dieser politischen Dimension in islamischen Ländern als Thematik einiger Nahostexperten. Man ging zu lange davon aus, dass sich extremistische Bestrebungen auf landesinterne Konflikte wie Algerien, Palästina oder den Iran beschränkten. Heute hat sich diese Sicht grundlegend gewandelt, und das zu Recht.

    Wer seine Aufmerksamkeit nur mehr auf Länder wie Afghanistan als Rückzugsräume extremistischer Netzwerke richtet, wird die heutige Situation nicht mehr in ihrer ganzen Tragweite begreifen. Auch europäische Metropolen wurden zum Schauplatz terroristischer Angriffe, darunter Amsterdam, Madrid oder London, das bereits seit geraumer Zeit als Drehscheibe des internationalen politischen Islam gilt. Unter der logistischen und finanziellen Unterstützung aus dem Nahen und Mittleren Osten ist Europa zum Rückzugs- und auch zum Aktionsraum für extremistische Gruppierungen geworden. Manche Moscheen und islamischen Zentren wurden zu Rekrutierungsorten für Extremisten. Der internationale islamistische Terrorismus, lange hinsichtlich seiner Tragweite und seines Herrschaftsanspruchs unterschätzt, hat nicht vor den Toren Europas Halt gemacht, sondern ist heute – so erschreckend dieses Fazit auch ist – Bestandteil der europäischen Wirklichkeit geworden. Die Auseinandersetzung in und um Israel im Vorderen Orient zu führen, oder gegen das „kompromissbereite“, „unislamische“ Regime im eigenen islamischen Land zu kämpfen, ist nicht mehr das einzige Ziel heutiger extremistischer Gruppierungen. Politische Gruppierungen betrachten Europa nicht mehr nur als Ruhe-, sondern auch als Aktionsraum. Das Internet macht dabei Reisen in Ausbildungscamps wie auch persönliche Rekrutierungen mehr und mehr unnötig.

    Allerdings geht es beim politischen Islam nicht nur um Gewalt und Terror. Der gewaltbereite Extremismus ist nur ein Flügel des politischen Islam und insgesamt ein zahlenmäßig kleines Spektrum. Zum politischen Islam rechnet man auch jenen Bereich des Islamismus, der seine Ziele mit rechtsstaatlichen Mitteln, mit Strategie, zum Teil aus dem Ausland stammenden Finanzquellen und gut geschultem Personal, aber nicht weniger entschlossen verfolgt. Der politisch motivierte Islam übt seinen Einfluss über Moscheevereine und Dachorganisationen aus und dies in zweifacher Weise: Zum einen erklärt er sich als organisierter Islam zum Sprachrohr „der“ Muslime in Europa und verwendet dabei Titel wie „Zentralrat“, obwohl gerade der „Zentralrat“ weniger als 1 Prozent der Muslime in Deutschland vertreten dürfte. Insgesamt gehören dort 5 bis höchstens 10 Prozent aller Muslime hierzulande einer dieser Organisationen an, also eine Minderheit. Dennoch formuliert der politisch organisierte Islam öffentliche Stellungnahmen, in denen er sich anmaßt, für alle Muslime zu sprechen. Da die muslimische Gemeinschaft keine den Kirchen vergleichbare Mitgliedschaft noch Hierarchie kennt, ernennt sich der organisierte Islam damit selbst zum Dialogpartner für die Kirche und zum Ansprechpartner für den Staat, obwohl doch eine Mehrheit von mindestens 90 Prozent aller Muslime in Europa nicht von einer dieser Organisationen vertreten werden möchten.

    Vertreter des Islamismus suchen Einfluss in Universitäten und Politik, fordern die Gleichstellung mit den christlichen Kirchen und vermehrte Rechte oder Anpassungen der Gesetzgebung (für die Sondererlaubnis zur Schächtung von unbetäubten Tieren musste in Deutschland das Tierschutzgesetz geändert werden). Andere höchstrichterlich ausgetragene Streitpunkte der vergangenen Jahre waren auch die Frage nach dem Kopftuch für beamtete Lehrerinnen oder der Gebetsruf per Lautsprecher.

    Vorrangiges Ziel ist die gleichberechtigte Anerkennung des Islam in Europa, die Bekanntmachung und Durchdringung der westlichen Gesellschaft mit islamischen Werten sowie die Vereinnahmung der muslimischen Gemeinschaft für eine bestimmte Interpretation des Islam. Der zweite Schritt ist der aktive Einsatz für die Werte der Scharia, die Unterbindung jeglicher Kritik an islamischen Werten und schließlich die Proklamierung der Scharia, der islamischen Ordnung, zunächst über die muslimische Gemeinschaft. Zudem aber wirkt der politisch organisierte Islam auch in die muslimische Gemeinschaft hinein in dem Wunsch, Muslime zum Einhalten einer strikten Form des Islam in Europa anzuhalten. Erteilen Lehrerinnen des organisierten Islam an öffentlichen Schulen Religionsunterricht mit Kopftuch und vermitteln sie ihre traditionelle, die Frau rechtlich benachteiligende Rolle, wird der Druck offensichtlich größer, dass auch Schülerinnen in diesem Umfeld vermehrt und früher Kopftücher tragen und einem schariazentrierten, nicht aufgeklärten Islam bis in die Elternhäuser Vorschub geleistet wird.

    Die Beschäftigung mit den Hintergründen des politischen Islam ist daher heute weder „weithergeholt“ noch ein abwegiges intellektuelles Tätigkeitsfeld, sondern für die europäischen Gesellschaften von größter Bedeutung. Weder Panikmache noch Verharmlosungen noch Verallgemeinerungen sind am Platz. Nüchterne Bestandsaufnahmen sind gefragt.

    Wenn Hintergründe und Motive politisch-islamischer Gruppierungen einerseits erkannt und nüchtern analysiert werden, dient das der differenzierten Wahrnehmung der muslimischen Gemeinschaft und letztlich der Vermeidung von Falschurteilen. Wenn sich unpolitische muslimische Gruppierungen von Gewalt, Terror und Islamismus nachdrücklich distanzieren – ja, noch wertvoller, Begründungen aus dem Koran und den Schriften muslimischer Theologen finden, die die Berechtigung eines gewalttätigen Islam ablehnen – wird dies dazu dienen, die Unterschiede zur friedlichen Mehrheit der muslimischen Gemeinschaft in Europa deutlicher erkennbar zu machen. Weder eine aus Angst heraus entstandene Abwehr gegen muslimische Nachbarn und Mitbürger noch eine Verharmlosung der politischen Aktivitäten der bekannten Gruppierungen wird dem friedlichen Zusammenleben und der konstruktiven Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft dienlich sein.

    Für die dringend notwendige sachliche Auseinandersetzung müssen auch kritische Fragen zugelassen werden; kritische Fragen an die Mehrheits- wie die Minderheitengesellschaft. Themen könnten die Fehler der Vergangenheit, die versäumte Integration, aber auch Themen wie Zwangsheiraten und Ehrenmorde sein. Beides existiert in Europa seit über vierzig Jahren, war aber bisher für die Mehrheitsgesellschaft kaum von Interesse. Die Tatsache, dass es heute eher eine Zunahme an Ehrenmorden und immer noch eine hohe Zahl von Zwangsverheiratungen junger Migrantinnen in Europa gibt, stellt gleichzeitig die Frage nach der Verteidigung der eigenen, europäische Werten wie danach, wie Frauen Schutz zu gewähren ist und europäische Vorstellungen der Gleichberechtigung von Mann und Frau in einem Umfeld durchzusetzen sind, das diese Werte durch den Import althergebrachter Traditionen grundsätzlich in Frage stellt. Nur eine nüchterne Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Problemen wird einen Schritt vorwärts bringen.

    3. Die Frage der Religion

    In einer Zeit, in der im Westen der Grundtenor lautet, dass Religion kaum mehr öffentliche Bedeutung hat, von Aufklärung und Säkularisierung geprägt ist, so dass er im Bewusstsein vieler nur wenig mit der europäischen Werteordnung zu tun hat, begegnet uns der Islam als überaus vitale, weltweit vernetzte, finanzkräftige, missionarisch aktive und vor allem selbstbewusste Religion mit apologetisch vorgetragenem Absolutheitsanspruch.

    Im Islam begegnet uns zwar nicht nur allein eine Religion, sondern auch ein Gesellschaftssystem, das eng mit Religion und Tradition verknüpft ist. Gleichzeitig ist die Religion in viel stärkerem Maß Bestandteil des Alltags, der Öffentlichkeit und der Familie als das im Allgemeinen in Europa der Fall ist. Die mit dem Islam verflochtene Tradition enthält detaillierte Regeln für Kleidung und Speisen, für Feste und Feiertage, für das Verhalten von Männern und Frauen, für Heirat und Scheidung, für das Verhältnis von Muslimen zu Nichtmuslimen, für Krieg und Frieden. Weil Tradition und Glaube eng miteinander verbunden sind und die Tradition religiös begründet wird, erhält sie prägende Kraft für den Alltag. Schon von daher ist bei einer Frage wie nach der Bedeutung des Kopftuchs oder der Funktion einer Moschee der politische Bereich vom religiösen nicht ohne weiteres zu trennen. Mit der Religion und Tradition (die nicht immer spezifisch islamisch sein muss) verbinden sich gesellschaftliche und politische Aspekte. So ist das Kopftuch für viele Musliminnen eben nicht nur ein persönliches Bekenntnis, sondern steht auch für eine Anerkennung der schariarechtlichen Bestimmungen zu Ehe und Familie und der rechtlich benachteiligten Stellung der Frau. Damit geht aber die Bedeutung des Kopftuchs insgesamt weit über ein persönliches Bekenntnis hinaus.

    Dadurch, dass der Islam das Thema der Religion neu zur Sprache bringt, wird sich auch die westliche Gesellschaft der Frage stellen müssen, welche Werte denn die Werte Europas des 21. Jahrhunderts sein werden. Ruhen die Werte der europäischen Gesellschaft auf dem Fundament eines jüdisch-christlichen Erbes? Wenn ja – muss dieses jüdisch-christliche Erbe bewahrt werden, um die tragenden Werte Europas bewahren zu können? Oder kann doch beides voneinander abgekoppelt werden? Dass diese Frage im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Islam letztlich immer unausgesprochen im Raum steht, hat wohl auch die teilweise hitzige Debatte im Rahmen eines möglichen EU-Beitritts der Türkei darüber gezeigt, ob denn Europa nun ein „christlicher Club“ sei oder nicht. Diese Frage werden die europäischen Länder zunächst für sich selbst lösen müssen, bevor sie eine tragfähige Antwort in Richtung Türkei geben können.

    Erkennbar ist auch, dass der Islam als Religion eher an Anziehungskraft gewonnen denn verloren hat. Von einem vielbeschworenen „Abschleifen“ der Religion in der zweiten und dritten Generation kann heute keine Rede mehr sein. Sicher gibt es den Bereich des „säkularisierten“ Islam; Muslime, die den gleichen Freizeitvergnügungen nachgehen wie europäische oder deutsche Jugendliche, aber aufs Ganze betrachtet, ist der Islam unter Immigranten eine lebendige Religion geblieben. Nicht indem vielleicht jede einzelne islamische Glaubensvorschrift in jeder Familie detailgenau beachtet wird, aber doch so, dass der Islam Rückhalt und Identität bietet. Zum Teil wenden sich gerade junge Leute – nachdem ihre Eltern einen verhältnismäßig aufgeklärten Islam gelebt haben – ihrerseits wieder einer strikteren Befolgung der islamischen Vorschriften zu.

    Bedenklich stimmt, dass manche islamischen Organisationen schon heute in Europa darauf drängen, dass nichts „Negatives“ mehr über den Islam veröffentlicht werden dürfe, da dies Diskriminierung bedeute – mit anderen Worten, alles, was nicht aus muslimischer Sicht geschrieben wurde, ist zu unterbinden (eine Entwicklung, die zum Beispiel. in Großbritannien durch islamische Lobbyarbeit weitaus mehr fortgeschritten ist). Hier wird es ganz wesentlich daran liegen, wie „wach“ die westliche Gesellschaft diese Entwicklung verfolgt und in welchem Maß sie bereit ist, ihre mühsam erkämpfte Presse- und Meinungsfreiheit zu verteidigen.

    Die gegenwärtige Debatte über die Fundamente dieser Gesellschaft und die Auseinandersetzung mit einer ganz anders gearteten Werteordnung und Religion hat sich uns mit aller Macht geradezu aufgedrängt. Das erschreckt nachhaltig und eröffnet doch gleichzeitig Wege zu einer fundierten Diskussion, sofern denn die westliche Gesellschaft in der Lage sein wird, nicht in Panik und Abwehr zu verfallen, sondern nüchtern über die Verhältnisse im eigenen Land und bei den Zuwanderern Bilanz zu ziehen und nach konstruktiven Lösungsansätzen zu suchen. Vielleicht verläuft die Debatte um die „Integration“ auch deshalb so aufgeregt, weil die kulturell-gesellschaftlichen oder religiösen Besonderheiten Europas, die hierzulande verteidigt werden sollen, bisher selten klar definiert wurden. Führt der Islam der westlichen Gesellschaft vielleicht besonders deutlich ihre Ziel- und Wertelosigkeit vor Augen?

    Die Mehrzahl der Muslime, die in Europa unpolitisch denkt und lebt und sich große Sorgen macht um die Rechte, die islamistische Gruppen Stück für Stück mit Erfolg einfordern, erwartet eine Antwort vom Staat, dessen Aufgabe es ist – aus einer vertieften Kenntnis des Islam – zu einer vernünftigen Grenzziehung gegenüber politischen Kräften zu kommen. Es darf keinen doppelten Rechtsstandard geben – bei der Stellung der Frau oder der Ankerkennung der Vielehe etwa – denn nur eine Verständigung auf eine gemeinsame Rechts- und Werteordnung wird den Erhalt unseres Staates auf Dauer garantieren können. Es lohnt sich, für ein echtes Miteinander einzustehen, das uns in Europa aber bei teilweise divergierenden Werteordnungen nicht in den Schoß fallen wird.

    Gleichzeitig muss alles dafür getan werden, dass die Migranten in Europa dauerhaft Heimat finden. Viel zu viele fühlen sich entwurzelt, weder in dem Herkunftsland ihrer Eltern und Großeltern noch in ihrer neuen „Heimat“ zu Hause – die zu oft eben noch keine Heimat geworden ist. Migranten fühlen sich ausgegrenzt und benachteiligt, diskriminiert und verachtet – teilweise beruht dieses Empfinden auf eigenen Erfahrungen mit Benachteiligungen, teilweise auf einer stellvertretend für die weltweite muslimische Gemeinschaft empfundenen Zurücksetzung, teilweise liegt die berufliche Perspektivlosigkeit aufgrund von geringer Schulbildung sehr nahe. Politische und wirtschaftliche Programme sind wichtig, damit mehr Migranten in Europa auch wirtschaftlich Fuß fassen können –, aber auch abgesehen von dieser gesellschaftspolitischen Ebene müssen Muslime und Nichtmuslime stärker aufeinander zugehen, um im Europa des 21. Jahrhunderts nicht mehr nur nebeneinander, sondern miteinander zu leben.

    Christine Schirrmacher ist promovierte Islamwissenschaftlerin, Professorin für Islamische Studien in Löwen/Belgien und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Islamfragen (www.islaminstitut.de). Gemeinsam mit Ursula Spuler-Stegemann schrieb sie „Frauen und die Scharia“ (Hugendubel/Goldmann)

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    Türkei  in Europa?
    Der längst geplante, aber zu recht umstrittene Eintritt der Türkei in die EU, wird zur einen dauerhaften Dilemma der Europäer. Dieses Problem könnte vermieden bzw. gelöst werden, wenn partikulare Interessen der politisch-wirtschaftlichen Lobby nicht die Oberhand gewinnen. In Wirklichkeit und der Logik nach,  gibt es keinen Grund für Verhandlungen und endlose Disputen, denn die geografischen  Grenzen Europas sind klar festgelegt. Präzise gesagt, Klein-ASIEN, dort wo die Türkei  liegt,  ist nicht Klein-EUROPA. Sollte  trotzdem gegen diese Tatsachen entschieden werden, müsste man  die Weltkarte  oder den Namen  der Gemeinschaft ändern; nämlich in „Euroasiatische Gemeinschaft“.  Und wenn Europa eine Idee ist, dann ist es äußerst fraglich, ob „moslemische Menschen“ diese Idee innerhalb einer absehbaren Zeit verstehen und mitentwickelt  werden. Obwohl nur 25%  des russischen Gebietes in den geografischen Grenzen Europas liegt, sind die Bewohner von Irkutsk oder Wladiwostok noch keine Europäer. Sie würden nie auf die Idee kommen, sich als Europäer zu bewerben. Deshalb ist es berechtigt, sich folgende Fragen zu stellen: wenn nur 3% der Türkei  geografisch zu Europa gehören, aufgrund welcher Tatsachen sollte ein  anatolischer Bauer, der weder europäische noch eigene Kultur und Geschichte kennt, plötzlich ein Europäer sein?

    R.Kotonski

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       - 10 Gründe gegen den EU-Beitritt der Türkei -

    Von Jacques Schuster und Roger Köppel 24. September 2004
    1. Die Türkei gehört nicht zu Europa
    Das tat sie nie, weder geografisch noch kulturell. Das Erbe der Antike, die jüdisch-christliche Ethik, die Renaissance und die Aufklärung sind an ihr genauso vorübergegangen wie an uns die Kultur des Harems. Zwar standen die Osmanen 1683 vor Wien, Polen und Reichstruppen aber konnten sie glücklicherweise vertreiben. Heute gehört nur noch ein Zipfel der Türkei, Türkisch-Thrakien, zu Europa. Sollte die Geografie ins Spiel gebracht werden, ließe sich über Istanbul reden: die Stadt am Bosporus als erste Polis der Neuzeit und Mitglied der EU! Im Ernst, wer ein außereuropäisches Land aufnimmt, muss sich auch Israels und der Maghreb stäten, der Ukraine, Weißrusslands und Russlands annehmen. Europa als geografische Einheit, als gemeinsamer Geschichts- und Kulturraum ginge zu Grunde.

    2. Ankara missachtet Menschenrechte
    Zu Europa gehört die Gabe, sich beständig selbst infrage zu stellen. Ankara hat diese Fähigkeit zu keiner Zeit besessen. Bis heute leugnen die Regierung, das Parlament und viele türkische Historiker den Völkermord an den Armeniern in den Jahren 1895/96 und 1914/15. Prekärer noch: Selbst nach Amtsantritt Erdogans wird in der Türkei flächendeckend gefoltert. Das stellt die türkische Menschenrechtsorganisation Human Rights Fundation fest. Allein bis August seien 600 Folterfälle dokumentiert. Zwar versprach der Ministerpräsident gestern in Brüssel, von der Folter zu lassen, die Wahrung der Menschenrechte scheint dennoch nicht gewährleistet. Sie aber gehört zu Europa wie der Eiffelturm zu Paris.

    3. Es droht eine Völkerwanderung
    In der Europäischen Union herrscht das Prinzip der Freizügigkeit. Jeder darf dort hinziehen, wo es ihm gefällt. Das gilt auch für die Türken als Mitglieder der EU – selbst wenn Brüssel Übergangsfristen von bis zu sieben Jahren wie im Falle Polens einführen sollte. Die Freiheit brächte viele anatolische Bauern auf die Beine. Experten fürchten, dass bis zu drei Millionen Menschen gen Nordwesten ziehen könnten. Etwa 15 Millionen Moslems leben in der EU, allein in Deutschland 2,5 Millionen Türken. Von Ausnahmen abgesehen, ist ihre Integration gescheitert. Eine türkische Masseneinwanderung würde die Probleme nur noch verschärfen.

    4. Die Unionsidee wird zerstört
    In dem Versuch, Europa aus den Trümmern des Weltkrieges zu führen und es zu einen, lag stets auch die Idee, „eine Art Vereinigte Staaten von Europa“ zu schaffen, wie es Winston Churchill 1946 in seiner Züricher Rede formulierte. Bis heute halten die meisten Mitglieder der EU daran fest. Beleg dafür ist die Umbenennung der „Europäischen Gemeinschaft“ in „Europäische Union“, von der Einführung einer gemeinsamen Währung zu schweigen. Will man den Unionscharakter bewahren, will man die Union vertiefen, ist ein europäisches „Wir-Gefühl“ vonnöten. Ein EU-Beitritt der Türkei – in 20 Jahren das bevölkerungsreichste Land der EU – brächte die wirklich europäischen Staaten auseinander. Aus diesem Grund sind übrigens die Briten für den Beitritt Ankaras. Sie hoffen, die EU mithilfe der Türkei in eine Freihandelszone zu verwandeln und die politische Vertiefung zu unterlaufen.

    5. Die Kosten sind nicht zu bewältigen
    Und das in allen Bereichen: finanziell, politisch und in sozialer Hinsicht. Experten verschiedener unabhängiger Institute haben errechnet, dass der Beitritt der Türkei weitaus teurer wäre als die Aufnahme aller zehn neuen Länder am 1..Mai. Nimmt man an, dass Ankara genauso behandelt wird wie jene zehn, hätte es Anspruch auf über 45 Milliarden Euro. Doch damit nicht genug: Der türkische Agrarmarkt – er macht immer noch über 14 Prozent des türkischen Bruttoinlandsproduktes aus – brächte Brüssel und seine Agrarpolitik in schwerste Bedrängnis. Darüber hinaus würde die Türkei als größter Staat innerhalb der europäischen Institutionen den gleichen Rang wie Frankreich, Deutschland und Großbritannien erhalten. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU erhielte das ärmste Land eine politisch dominierende Rolle.

    6. Die EU ist keine karitative Anstalt
    Die Entwicklung in der Türkei ist eine innertürkische Angelegenheit. Die Türkei selbst und viele Anhänger eines Beitritts sehen das anders. Sie instrumentalisieren die EU, um eine bestimmte politische Linie im Land durchzusetzen. Die Türkei muss ein Eigeninteresse an Reformen und der Modernisierung haben. Die Türkei muss ihre politischen Hausaufgaben selbst lösen.

    7. Das Strategie-Argument zieht nicht
    Die Befürworter betonen sinngemäß: Um den Konflikt der Kulturen im Kampf gegen den Terrorismus zu entkrampfen, müsse das EU-Mitglied Türkei als Modell eines verwestlichten, wohlhabenden islamischen Staates auf die moslemisch-arabische Welt ausstrahlen. Dort aber ist Ankara etwa so beliebt wie die Japaner in Korea. Viele Araber haben die Türken als Kolonialmacht noch immer nicht vergessen. Die Türkei ist keine Brücke zwischen Ost und West. Zudem ist für strategische Fragen vor allem die Nato zuständig. Ihr gehören die Türken seit 1949 an.
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    8. Die EU kommt in üble Nachbarschaft
    Wäre Ankara Mitglied in der EU, stießen Europas Grenzen an die zentralen Konfliktregionen der Erde. Plötzlich wären wir Nachbarn höchst unappetitlicher Regime mit der Neigung zu unberechenbaren Drohgebärden und unglaublichen Potenzialen an Extremisten. Viele Tausend Grenzkilometer müssten streng bewacht werden, um all die Menschen abzuhalten, die aus Asien, der Arabischen Halbinsel, vielleicht sogar aus Afrika über die Türkei nach Europa wollen.

    9. Das Beitrittsversprechen ist Legende
    Um die Südostflanke der Nato auch wirtschaftlich zu stabilisieren, baten die Amerikaner in der Hochzeit des Kalten Krieges darum, der Türkei wirtschaftlich auf die Beine zu helfen. Aus diesem Grund eröffnete der europäische Klub der sechs in Artikel.28 des Assoziierungsvertrages von 1964 Ankara die prinzipielle Möglichkeit eines Beitritts. Nur war damit die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gemeint. Ein Beitritt zu einer politischen Union stand nie zur Diskussion. Die Europäer werden nicht wortbrüchig, wenn sie die Türkei nicht als Vollmitglied in die EU integrieren.

    10. Es gibt sinnvolle Alternativen
    Setzt Ankara seinen Reformkurs fort, wird es auch ohne Vollmitgliedschaft – assoziiertes Mitglied der EU ist es bereits – eine moderne Demokratie werden. Geschützt würde sie im Rahmen der Nato. Darüber hinaus könnten ihre weiteren Vorzüge in der Zollunion gewährt werden. Auch ließen sich schon bestehende Hilfsprogramme aufstocken. Die Türkei gehört zu Europas Nachbarn, sie ist Bündnispartner in der Nato. Wo liegt das Problem?

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    Oriana Fallaci

     "Der  Islam ist ein Teich. Und der Teich ist ein stehendes Gewässer. Voll mit Wasser, das nie abfließt, sich nie bewegt, sich nie reinigt, nie zu fließendem Wasser wird, das bis ins Meer strömt. In der Tat verunreinigt es leicht und taugt auch wenig als Viehtränke. Der Teich liebt das Leben nicht. Deswegen freuen sich die Mütter der Kamikaze, wenn ihre Söhne sterben, und sagen Allah akbar, Gott ist, Allah akbar. Der Westen dagegen ist ein Fluss. Und Flüsse sind Wasserläufe. Wasser das ständig weiterströmt und sich dabei reinigt, noch mehr Wasser aufnimmt, ins Meer fließt, und Geduld, auch wenn es manchmal zu Überschwemmungen kommt. Geduld wenn der Fluss manchmal vor Kraft über die Ufer tritt. Der Fluss liebt das Leben." - Die Kraft der Vernunft, List Verlag, 2006. ISBN 3548606229

      "Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, und das Geheimnis der Freiheit ist der Mut", hat Perikles gesagt. Einer der sich in bestimmten Dingen gut auskannte. Doch auch dies begreifen nur wenige, seit jeher. Denn wenn es viele begriffen hätten, dann hätten wir nicht so viele Herren gehabt. Wenn es viele begriffen hätten dann wären wir heute keine Provinz des Islam bzw. der Vorposten dieser Provinz. Und die Freiheit wäre nicht in Gefahr, und das land lebte nicht in Angst. [....] Angst zu denken und beim Denken zu Schlussfolgerungen zu gelangen die nicht den durch Gehirnwäsche bzw. Leukotomie aufgezwungenen Formeln entsprechen. Angst zu sprechen, außerdem, und beim Reden ein Urteil zu äußern, das nicht dem von der Mehrheit vertretenen und akzeptierten Urteil entspricht. Angst nicht linientreu, gehorsam, servil genug zu sein. Etwas zu riskieren, Mut zu zeigen. Machen wir uns nichts vor: Mut ist heutzutage Luxuswahre, eine Extravaganz, die verlacht oder als Wahnsinn angesehen wird. Feigheit dagegen ist ein Brot, das es für wenig Geld in jedem Laden zu haben ist. Genau wie die selbstgerechten Leute, die dieses Brot in pseudorevolutionärer Verpackung feilbieten bewegen sich die meisten nur wenn sie nichts dabei riskieren. Oder nur um den Schmeicheleien und Missverständnissen der Gleichheit zu folgen. Dies wirkt sich selbstverständlich zum Nachteil der Sentenz aus, mit der Perikles die Freiheit definierte, und ...Vielleicht bezog sich Tocqueville auf uns Italiener, als er sagte, die Verbindung, auf die die Demokratie gründe, die Verbindung von Gleichheit und Freiheit, sei keine glückliche Verbindung. Sie sei nicht glücklich, da die Menschen die Freiheit viel weniger liebten als die Gleichheit, und zwar weil Gleichheit, indem sie in Kollektivismus mündet, den Individuen die Last der Verantwortung abnimmt. Weil sie nicht die Opfer fordert, nicht den Mut verlangt, den die Freiheit verlangt, sondern gar keine Freiheit braucht. . - Die Kraft der Vernunft ,List Verlag, 2004. ISBN 9783548606224

       [....] denn trotz der Massaker, bei denen die Söhne Allahs seit über dreißig Jahren unser und ihr Blut vergießen, ist der Krieg, den der Islam den Westen erklärt hat , kein militärischer Krieg. Es ist ein kultureller Krieg. Ein Krieg, würde Tocquille sagen, der vor unserem Körper unsere Seele treffen will. Unsere Lebensphilosophie. Unsere Art zu denken, zu handeln, zu lieben. Lass dich nicht von ihrem Sprengstoff täuschen. Das ist eine Strategie und basta. Die Terroristen, die Kamikatze töten uns nicht nur aus Lust am Töten. Sie töten uns, um uns zu beugen. Um uns einzuschüchtern, uns zu ermüden, uns zu entmutigen, uns zu erpressen. Ihr Ziel ist nicht unsere Friedhöfe zu füllen. Unsere Wolkenkratzer, unseren Schiefen Turm, unseren Eifelturm, unsere Kathedralen, unseren David von Michelangelo zu zerstören. Den Westen erneut zu unterwerfen. Und das wahre Gesicht des Westens ist nicht Amerika: Es ist Europa. . - Die Kraft der Vernunft, List Verlag, 2004 ISBN 9783548606224

       Aber wie soll man auf ein Europa zählen können, das längst zu Eurabien geworden ist, das den Feind mit dem Hut in der Hand empfängt, ihn aushält und ihm sogar das Wahlrecht anbietet?!? Wie soll man einem Europa vertrauen, das sich an den Feind verkauft hat und verkauft wie eine Dirne, das seine Kinder islamisiert und verdummt und betrügt, sobald sie in den Kindergarten kommen? Kurz, einem Europa, das das Denken verlernt hat? Der Niedergang der Intelligenz ist der Niedergang der Vernunft. . - Die Kraft der Vernunft, List Verlag, 2004 ISBN 9783548606224

    In meinem "Wake up Occidente, Wach auf, Okzident" sagte ich, dass uns die Leidenschaft verloren gegangen ist, dass wir die Kraft der Leidenschaft wiederfinden müssen. Und Gott weiß, wie wahr das ist. Um sich nicht daran zu gewöhnen, um nicht zu resignieren, nicht aufzugeben, braucht man Leidenschaft. Zum Leben braucht man Leidenschaft. Doch hier handelt es sich nicht einfach darum, zu leben und basta. Hier geht es ums Überleben. Und um zu überleben, braucht man Vernunft. Rationalität, gesunden Menschenverstand, Vernunft. Daher appelliere ich diesmal nicht an die Wut, den Stolz, die Leidenschaft. Ich appelliere an die Vernunft. Und gemeinsam mit Mastro Cecco (ein Opfer der Inquisition, 1328, d. Red.), der erneut auf den von der Unvernunft angezündeten Scheiterhaufen steigt, sage ich dir: Man muss zur Kraft der Vernunft zurückfinden. . - Die Kraft der Vernunft, List Verlag, 2004 ISBN 9783548606224

    "Der Imam ist ein Würdenträger, der seine Gemeinde voll verantwortlich anführt und verwaltet. Kälberschänder oder nicht, frommer Saladin oder nicht, er ist ein hoher Priester, der die Taten und Gedanken seiner Gläubigen nach Gutdünken manipuliert oder beeinflusst: ein Agitator, der in seiner Predigt politische Botschaften lanciert, die Gläubigen drängt, das zu tun was er will. Alle Revolutionen (sic) des Islam haben dank der Imams in Moscheen begonnen. Die Iranische Revolution (sic) begann dank den Imams in den Moscheen, nicht an den Universitäten, wie ihre europäischen Sympathisanten und Beschützer uns heute glauben machen möchten. Hinter jedem islamischen Terroristen steht notwendiger Weise ein Imam, und ich erinnere daran das Khomeini ein Imam war. Ich erinnere daran dass die Revolutionsführer im Iran Imams waren. Ich erinnere daran und behaupte, dass die Imams auf die eine oder andere Art die geistigen Oberhäupter des Terrorismus sind." -  Die Wut und der Stolz, List Verlag, 2004. ISBN 3548603793

    "Was das Italien der Zikaden angeht, mit deren Beschreibung ich diese verzweifelte Predigt eröffnet habe .... Diese erbärmlichen, nutzlosen Zikaden, die mich nach diesem Buch mehr hassen werden denn je, die mich nach einem großen Teller Spaghetti oder einem saftigen Hamburger heftiger verfluchen werden denn je und die mir den Tod wünschen werden, die Ermordung durch einen der Söhne Allahs. Diese fiktiven Revolutionäre, diese falschen Christen, die das Ende unserer Zivilisation vorbereiten. Diese Parasiten, die sich als Ideologen verkleidet haben, als Journalisten, Schriftsteller, Theologen, Schauspieler, Kommentatoren, Clowns, Edelhuren oder zirpende Grillen, Exstiefellecker von Khomeini und Pol Pot, sagen nur, was man von ihnen erwartet. Was ihnen hilft in den pseudointellektuellen Jetset aufgenommen zu werden oder sich weiterhin darin zu tummeln, wichtigste Privilegien und Vorteile zu nutzen und Geld zu verdienen. Diese Insekten an deren Stelle der marxistischen Ideologie die Mode er politischen Korrektheit getreten ist. Die Mode oder eher das Idiotentum das im Namen der Brüderlichkeit (sic!) einen Pazifismus um jeden Preis predigt und selbst jenen Krieg ablehnt, den wir einst gegen den Nazi-Faschismus geführt haben. Die Mode oder eher der faule Zauber, der im Namen des Humanismus (sic!) die Angreifer hochleben lässt und die Verteidiger verleumdet, Straftätern die Absolution erteilt und Opfer verdammt, die Taliban beweint und die Amerikaner bespuckt. Den Palästinensern alles verzeiht und den Israelis rein gar nichts und die Juden am liebsten in die Konzentrationslager von Dachau und Mauthausen bringen würde. Die Mode oder eher die Demagogie, die im Namen der Gleichheit (sic!) Leistung und Erfolg, Werte und Wettbewerb negiert, die eine Mozart-Symphonie und eine Monstrosität namens Rap oder einen Renaissancepalast und ein Zelt in der Wüste auf ein und derselben Ebene ansiedelt. Die Mode oder wohl eher der Irrsinn, der im Namen der Gerechtigkeit (sic!) einwandfreie Begriffe aus der Welt schafft und die Straßenkehrer zu " ökologischen Einsatzkräften" macht. Die Hausmeister zu nicht lehrendem Personal. Die Blinden zu "Nichtsehenden". Die Tauben zu "Gehörlosen". Und die Lahmen (nehme ich an) zu nicht "Nichtgehenden". Die Mode oder eher die Scheinheiligkeit, der Sadismus, der aus der Infibulation eine "regionale Tradition"  oder eine "andere Kultur" werden lässt. Ich spreche hier von einem fürchterlichen Brauch, den mancher Moslem pflegt um zu verhindern, dass junge Mädchen ihre Sexualität genießen. Dazu beschneiden sie die Klitoris dieser Mädchen und nähen ihre äußeren Scharmlippen zusammen. (Unverschlossen bleibt nur eine winzige Öffnung zum Wasserlassen. Man kann sich unschwer vorstellen was eine Entjungferung und eine Schwangerschaft unter diesen Umständen mit sich bringen.) Die Mode oder eher die Farce, die dazu führt, dass ein marokkanischer Wortführer Beachtung findet, der behauptet, die Europäer hätten die griechische Philosophie in der Vermittlung durch die Araber entdeckt. Der behauptet, die arabische Sprache sei eine Sprache der Wissenschaft und die bedeutenste der Welt. Der behauptet, Jean de la Fontaine habe seine Fables nicht nach der Lektüre von Aesops Werk geschrieben, sondern nachdem er auf bestimmte indische Erzählungen gestoßen war, die ein Araber namens Ibn al-Mukaffa übersetzt hatte. Und schließlich die Mode, die es den Zikaden erlaubt, eine neue Form von intellektuellem Terrorismus zu etablieren, indem sich nach Gutdünken des Begriffs "Rassismus" bemächtigen. Sie wissen nicht was dieser Begriff bedeutet, bemächtigen sich seiner aber trotzdem auf solche unverschämte Art, dass es keinen Sinn hätte, sie mit der Einschätzung eines afroamerikanischen Intellektuellen zu konfrontieren dessen Großeltern die Grausamkeiten des Rassismus kannten und den ich vor kurzem im Fernsehen sah: "Speaking of racism in relation to a religion is a big disservice to the language and to the intelligence. Wendet man den Begriff Rassismus in Bezug auf eine Religion an und nicht auf eine Rasse, so erweist man der Sprache und dem logischen Denken einen wahrhaft schlechten Dienst." Es hätte wirklich keinen Sinn, denn sobald man Zikaden zum Nachdenken auffordert, reagieren sie wie der Idiot aus einer Spruchweisheit von Mao Tse-tung : "Wenn du ihm mit dem Finger den Mond zeigst, blickt der Idiot auf den Finger. Er sieht den Finger und nicht den Mond." - Die Wut und der Stolz, List Verlag, 2004. ISBN 3548603793

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    Dialog nicht erwünscht. Der Islam hat andere Ziele als den Dialog.


    Muslime
    Der Staat kann den Islam nicht reformieren
    Von Zafer Senocak 5. Mai 2007


    Der Schriftsteller Zafer Senocak hält die Islamkonferenz für ein untaugliches Mittel der Integration. Auf WELT ONLINE schreibt er, warum die notwendige Reform des Islams von den Muslimen selbst kommen muss, und was sie dabei von anderen Ländern lernen können.
    Sinnlose Veranstaltung? Zafer Senocak hält nicht viel von der Islamkonferenz
    Wer in Deutschland der Meinung ist, die Religion sei Privatsache, hat es nicht einfach. Wir leben in einem Land, das zwar dem Anspruch nach säkular ist, in dem Kirchen aber keine privaten Institutionen sind, sondern öffentlich-rechtliche. Es gibt zwar keine Staatsreligion, aber Religion mit dem Gütesiegel des Staates; und es gibt die Kirchensteuer.
    Man hätte die Tatsache, dass mit dem Islam, neben den evangelischen und katholischen Christen und den Juden, eine neue große Glaubensgemeinschaft in Deutschland Wurzeln geschlagen hat, zum Anlass nehmen können, über das gesamte Modell nachzudenken. Mit der Deutschen Islamkonferenz, die der Innenminister einberufen hat, hat man sich aber für einen anderen Weg entschieden. Stattdessen wird nun von den Muslimen die Quadratur des Kreises gefordert, im Gegenzug dazu soll es dann Pfründe geben: das Gütesiegel des Staates, die Kirchensteuer.

    Die Verbandsvertreter unter den Muslimen haben den Wink schnell verstanden und das getan, was zu erwarten war. Sie haben sich zusammengeschlossen und strecken dem Staat die Hand aus. Selbstverständlich vertreten diese Verbände nicht jeden Bürger in Deutschland, der aus einem islamischen Land stammt oder sich einer islamisch gefärbten Kultur verbunden fühlt.
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    Religiös Unmusikalische, Agnostiker, Atheisten
    Mit Sicherheit aber fühlt sich die große Mehrheit der frommen sunnitischen Muslime von diesen Verbänden vertreten – wahrscheinlich ein höherer Prozentsatz, als die christlichen Kirchen für sich in Anspruch nehmen könnten. Fromme Muslime, das sind die Moscheegänger, die Gläubigen. Wer die Sozialstruktur der muslimischen Zuwanderer in Deutschland kennt, kann eigentlich nicht überrascht sein, dass Muslime mit einer konservativen Lebenseinstellung hier eindeutig die Mehrheit bilden.

    Aber unter den Muslimen gibt es selbstverständlich auch religiös Unmusikalische, Agnostiker, Atheisten und Gläubige, die sich nicht von einem Verband vertreten lassen wollen. Nichts ist absurder als die Forderung, auch diese sollten sich in einer kirchenähnlichen Struktur organisieren. Sie werden es nicht tun. Warum auch? Vielleicht um Kirchensteuer zu kassieren?
    Die Heimat der liberalen Muslime könnte vielleicht die vom türkischen Staat gelenkte Türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion „Ditib“ sein. Doch Ditib ist ein nationaler Verband. Er vertritt den türkischen Staatsislam, der sich dem Laizismus verpflichtet fühlt. Diese Verpflichtung ist aber nicht das Ergebnis einer philosophischen Denkleistung, sondern das Ergebnis eines der türkischen Gesellschaft autoritär aufgetragenen Modernisierungsprozesses. In der Türkei selbst droht dieses System gerade auseinanderzufliegen. Es kann also nicht überraschen, wenn die Ditib sich jetzt mit Verbänden zusammengetan hat, die mit Liberalismus und säkularen Ideen nichts am Hut haben.
    Es ist ein langer und mühsamer Weg
    Innenminister Wolfgang Schäuble hat sicher Gutes im Sinn. Anders als mancher Parteikollege hat er erkannt, dass die Frage der Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft eine wichtige Zukunftsfrage ist. Es geht dabei einerseits darum, Denkprozesse unter den Muslimen in Gang zu setzen, andererseits aber auch überzogene Ängste in der deutschen Gesellschaft abzubauen. Doch der Minister ist nicht um die Rolle zu beneiden, in die er sich mit der Einberufung der Islamkonferenz begeben hat. Die Quadratur des Kreises wird nicht gelingen. Sie wird vielmehr viele Unwahrheiten, Schachzüge und taktische Spielchen produzieren. Die Gründung des Koordinierungsrates der Muslime in Deutschland (KRM) ist bereits genau ein solcher taktischer Winkelzug.
    Was der Islam in Deutschland, und nicht nur hier, braucht, ist eine geistige Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der modernen Gesellschaft. Sie ist aber von den Verbänden nur zu leisten, wenn sie Akademien gründen, sich an kulturellen und gesellschaftlichen Debatten beteiligen. Das ist ein langer und mühsamer Weg, an dessen Ende so etwas wie ein Reform-Islam entstehen könnte. Auch dieser Reform-Islam wird nur einen Teil der Muslime ansprechen können. Aber er wäre eine attraktive Adresse für viele.
    Vordenker für einen solchen Islam gibt es in Bosnien, in der Türkei, in Frankreich und in den USA. Das ist kein Zufall. Denn in diesen Ländern gibt es auch entsprechende Institutionen, die eine Grundlage für die zu leistende geistige Arbeit bilden, nämlich Akademien, Institute, Publikationsorgane, Verlage und Denklabore. In Deutschland aber findet sich an den Universitäten lediglich die altehrwürdige Orientalistik, die zwar durchaus herausragende Arbeiten hervorbringt, aber kaum mit dem wirklichen Leben der Muslime in Deutschland verknüpft ist.
    Die muslimische Identität als kulturelle Herausforderung
    Es ist und kann nicht Aufgabe des deutschen Staates und des Innenministers sein, den Islam zu reformieren. Die Muslime selbst sind gefordert. Die muslimischen Verbände haben bisher kaum etwas geleistet, um als Kulturträger wahrgenommen zu werden. Ein Islam, der nicht nur Moscheen baut, sondern auch Kunst und Kultur fördert, der an gesellschaftlichen Debatten teilnimmt, wäre wichtiger als die Gründung eines Koordinationsrates, dessen Ziel die möglichst schnelle Anerkennung durch den Staat ist. Denn die Frage, ob es eine muslimische Identität gibt, die in einer offenen, demokratischen Gesellschaft in Einklang mit sich selbst existieren kann, lässt sich nicht mit Organisationsstrukturen beantworten. Sie ist in erster Linie eine kulturelle Herauforderung, eine Frage der Lebenspraxis und eine der geistigen und philosophischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Erbe.

    Der Berliner Autor Zafer Senocak, 1961 in der Türkei geboren, lebt seit 1970 in Deutschland. Zuletzt erschien von ihm: „Das Land hinter den Buchstaben. Deutschland und der Islam im Umbruch“, Babel-Verlag, München 2006

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    From: presse@giordano-bruno-stiftung.de
     Subject: gbs-Sondernewsletter:  Asyl  für  Ex-Muslime
     Date: Wed, 18 Nov 2009    
    KRITISCHE ISLAMKONFERENZ FORDERT "ASYL FÜR EX-MUSLIME": GBS BITTET UM UNTERSTÜTZUNG

     Die "Abkehr vom Islam" soll künftig als Asylgrund gelten, wenn die Asylbewerber aus Ländern stammen, in denen Apostasie (Abfall vom Glauben) als Verbrechen verfolgt wird. Dies ist das Ziel einer Kampagne, die heute von den Initiatoren der "Kritischen Islamkonferenz" gestartet wurde.
     
     "Die Flucht aus der Heimat ist für Ex-Muslime oft die letzte Chance, grausamen Strafen zu entgehen", heißt es in dem von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), Hartmut Krauss (Zeitschrift Hintergrund) und Michael Schmidt-Salomon (Giordano Bruno Stiftung) verfassten Kampagnentext. "Bislang jedoch haben deutsche Gerichte die Gefahren, die diesen Menschen in ihren Ursprungsländern drohen, in skandalöser Weise heruntergespielt und ihnen das Recht auf Asyl verweigert."
     
     Ein besonders gravierendes Beispiel sei der Fall des iranischen Dissidenten Siamak Zare, der 2007 im Rahmen einer Aktion des "Zentralrats der Ex-Muslime" öffentlich bekannte, dem Islam abgeschworen zu haben. Das Verwaltungsgericht Kassel urteilte, dass die Abkehr vom Glauben in Zares Fall kein Asylgrund sei, da das "religiöse Existenzminimum", etwa "das Gebet mit Gleichgesinnten", nicht in Gefahr gerate.
     
     "Die Richter meinten offensichtlich, dass ein religionsfreier Mensch nicht am Beten gehindert werden könne, da er ohnehin kein Interesse daran hat", erläutert Michael Schmidt-Salomon. "Daraus schlossen sie, dass religionsfreie Menschen nicht religiös verfolgt werden könnten, was an Absurdität schwerlich zu überbieten ist! Die Realität sieht bekanntlich völlig anders aus!"
     
     "Allein im Iran wurden seit der Machtübernahme der Mullahs viele Tausend religionsfreie Menschen ermordet", sagt Mina Ahadi. "Vor wenigen Tagen erst wurde ein junger Mann namens Ehsan Fattahian wegen "Abkehr vom Islam" gehenkt. Ich frage mich: In welcher Welt leben diese deutschen Richter eigentlich? Wir werden das Skandalurteil gegen Siamak jedenfalls nicht hinnehmen! Vielmehr fordern wir die deutsche Politik und Justiz auf, endlich für eine humanere Asylpolitik zu sorgen!"
     
    Bitte unterstützen Sie unsere Petition "Asyl für Ex-Muslime"! Sie kann hier unterzeichnet werden:

    http://www.kritische-islamkonferenz.de/asyl.htm

     
    Todesstrafe für Ex-Muslime im Iran
     
    In der vergangenen Woche bemühte sich die Giordano Bruno Stiftung zusammen mit anderen Menschenrechtsorganisationen, die Hinrichtung des 28jährigen Apostaten Ehsan Fattahian im Iran zu verhindern. Doch trotz des starken internationalen Protests, dem sich u.a. das EU-Parlament angeschlossen hatte, wurde Ehsan am frühen Mittwochmorgen wegen "Abfall vom Islam" und "Kampf gegen Gott" gehenkt. Im Fall des ebenfalls von der Todesstrafe bedrohten Ex-Muslims Shirko Moarefi scheinen die Proteste hingegen Wirkung gezeigt zu haben: Shirko wurde am vergangenen Samstag aus der Todeszelle wieder in den normalen Gefängnistrakt zurückverlegt. Der Prozess gegen ihn soll nun wieder aufgerollt werden.
     
     Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Links:
     
     Protest gegen Hinrichtungen im Iran
     http://hpd.de/node/8177
     Ehsan Fattahian wurde hingerichtet
     http://hpd.de/node/8197
     
     Hinrichtung von Shirko Moarefi aufgeschoben (englisch)
    http://maryamnamazie.blogspot.com/2009/11/execution-of-shirko-moarefi-postponed.html


     Mit freundlichen Grüßen
     Das gbs-Newsletter-Team
     
     http://www.giordano-bruno-stiftung.de

     
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    Welche Ziele verfolgt der Koordinierungsrat der Muslime (KRM) in Deutschland?

    2006 formierte sich nach Aufforderung  der Bundesregierung ein Verbund konservativer Islamverbände zum Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland. Die Intension der Bundesregierung war der Wunsch nach einem in muslimischen Fragen repräsentativen Ansprechpartner im Gremium der sogenannten Islamkonferenz. Ziel des Ganzen sei eine bessere Integration und Anerkennung der Muslime in Deutschland. Inzwischen tagte Ende Juni 2009 das Gremium der „Deutschen Islamkonferenz“ zum vierten Mal und hat entgegen der offiziellen Begründung bislang nicht zu einer besseren Integration der Muslime in Deutschland beigetragen. Im Gegenteil, bisher war das Resultat nur eine Aufwertung des orthodox-konservativ geprägten Verbandsislam. Nach drei Jahren des „Verhandelns“ konnte keine Einigung zu einem einheitlichen  Bekenntnis der muslimischen  Verbandsvertreter  zum Thema „ Gesellschaftsordnung und Werteordnung“, sowie über „Sicherheit und Islamismus“ erzielt werden. Mit Ausnahme des Vertreters der alevitischen Gemeinde, verweigerten bislang  alle anderen im Gremium vertretenden islamisch-orthodoxen Verbandsfunktionäre eine verbindliche Aussage zu einem gemeinsamen Wertekonsens. Für Anfang 2010 ist die nächste Runde der Islamkonferenzen, unter dem neuen Innenminister der CDU/FDP Koalition, De Mazaire´, geplant.                                                                                                                                                  
    Die vier Mitglied- stärksten  islamischen Organisationen in Deutschland, als Verbund des sogenannten (KRM), welche sich aus folgenden Organisationen zusammensetzt:
    Islamrat der Bundesrepublik Deutschland, welcher von der, vom Verfassungsschutz seit Jahren beobachteten   IGMG ( Milli Görus )  dominiert wird. Als Parole dieses Zusammenschluss gilt Sure 3, Vers 19 des Korans: „ Es gibt bei Gott keine andere Religion als den Islam.“  (Spuler-Stegemann 2002, S.105)
    Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), mit vorwiegend arabisch stämmigen Mitgliedern und einer fundamental-orthodoxen Koranauslegung als Grundlage.
    DITIB, die „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. als Vertreter des türkischen Staatsislam und verlängerter Arm der türkischen Religionsbehörde Dyanet in Ankara . „Die DITIP, geführt von einem Botschaftsrat, steht bei Experten unter Verdacht, über die Moschee-Vereine nationalistische Interessen Ankaras vertreten zu wollen“. (vgl.  Michael Kiefer, Islamwissenschaftler und Teilnehmer der (KRM) im Spiegel  08/2009)
    Verband der islamischen Kulturzentren (VIKZ), mit Schwerpunkt auf die religiös –weltanschauliche  Erziehung türkischer bzw. türkischstämmiger Jugendlicher, in Abgrenzung zur westlich –europäischen Moderne. (vgl.1)
    Der Zusammenschluss zur KRM soll den islamisierungs-politischen Einfluss auf den deutschen Staat erhöhen und als der wichtigste Ansprechpartner die Muslime in Deutschland repräsentieren, obwohl nur etwa 300.000, der mehr als 4,5 Millionen Muslime in eben diesen Verbänden organisiert sind.

    Das Hauptziel des KRM ist:
    „ Die Schaffung rechtlicher und organisatorischer Voraussetzungen für die Anerkennung des Islam in Deutschland im Rahmen von Staatsverträgen“ (FAZ vom 12.April 2007, S.3) (vgl. 1)
    In These 20 der „ islamischen Charta“ des Zentralrates der Muslime werden die Eckdaten dieses Programms benannt:
    „Dazu gehören  u.a.:

    1. Einführung eines deutschsprachigen islamischen Religionsunterrichts
    2. Einrichtung von Lehrstühlen zur akademischen Ausbildung islamischer Religionslehrer und Vorbeter  (Imane )
    3. Genehmigung des Baus innerstädtischer Moscheen
    4. Erlaubnis des lautsprecherverstärkten Gebetsruf ( vom Minarett)
    5. Respektierung islamischer Bekleidungsvorschriften in Schulen und Behörden
    6. Beteiligung von Muslimen an den Aufsichtsgremien der Medien ( Rundfunkräte)
    7. Vollzug des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum Schächten
    8. Beschäftigung muslimischer Militärbetreuer
    9. Explizite muslimische Betreuung in medizinischen und sozialen Einrichtungen
    10. Staatlicher Schutz der beiden islamischen Feiertage
    11. Einrichtung muslimischer Friedhöfe und Grabfelder

    Quelle, vgl.  :  http://www.islam.de/3035.php

    „Damit wäre der Weg in eine religiös-kulturell, abgegrenzte Parallelgesellschaft vorgezeichnet. Da offensichtlich die Sunna des Propheten Mohammed und der Koran die Grundlage des KRM bilden und nicht das Grundgesetz, ist die die Anerkennung des Islam in Deutschland im Rahmen von Staatsverträgen abzulehnen“ (vgl. 1)    Ohne eine Einigung zu einem einheitlichen Wertekonsens ist die von der Bundesregierung einberufene „Islamkonferenz“ bis auf weiteres auszusetzen. Durch die Weigerung des KRM einer gemeinsamen Gesellschafts- und Werteordnung zuzustimmen, hat sich dieses „Zweckbündnis“ als nicht verfassungskonform erwiesen und daher als Ansprechpartner delegitimiert.

    T.L.M. –VAF, im November 2009

    (1).vgl. Harmut Krauss, Islam und Islamismus, muslimische Gegengesellschaft, Hintergrundverlag 2008)

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